Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter an

Stuttgart (dpa/lsw) - Im Südwesten ist die Sieben-Tage-Inzidenz der
Corona-Neuinfektionen erneut nach oben gegangen. Wie das
Landesgesundheitsamt (LGA) am Dienstag in Stuttgart mitteilte, betrug
der Wert (Stand 16.00 Uhr) pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche
nun 357,1. Am Vortag hatte er bei 324,0 gelegen, vor einer Woche
betrug er nach früheren Angaben des Amts 251,7.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne)
hatte bereits zuvor gewarnt, dass die Inzidenz weiter steige. Im Land
gibt es eine neue Corona-Verordnung, die von diesem Mittwoch an gilt.
Demnach müssen Erwachsene beispielsweise beim Einkaufen eine
FFP2-Maske tragen.

Bisher wurden 16 375 Fälle der hoch ansteckenden Omikron-Variante
(B.1.1.529) aus Baden-Württemberg an das Amt übermittelt - das waren
2611 mehr als am Vortag. Bei den vom LGA täglich ausgewiesenen
Omikron-Fällen handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um
Fälle, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der
aktuellen Verdachtsfälle machten die Behörden keine Angaben.

Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie stieg
laut LGA im Vortagesvergleich um 11 820 auf nun 1 078 002. Es wurden
48 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Die
Gesamtzahl beträgt nun 13 309.

Die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten auf
baden-württembergischen Intensivstationen lag bei 402. Das waren im
Vortagesvergleich 24 Menschen weniger. Die Hospitalisierungsinzidenz
verharrte mit stabil 2,7 weiter deutlich unter dem für die Alarmstufe
II relevanten Wert von 6,0. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte
innerhalb einer Woche und pro 100 000 Einwohner in eine Klinik
gebracht werden. Im Südwesten bleibt die Alarmstufe II in Kraft -
auch wenn die Zahl der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten
und die Krankenhauseinweisungen unter den Grenzwerten bleiben.