Nach Drohvideo ermittelt Extremismus-Zentralstelle gegen Soldaten

München (dpa) - Nach einem Drohvideo gegen den Staat hat die
bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus
und Terrorismus die Ermittlungen gegen einen Berufssoldaten
übernommen. Das Verfahren werde derzeit wegen des Verdachts der
öffentlichen Aufforderungen zu Straftaten geführt, teilte die
Generalstaatsanwaltschaft München am Montag mit. «Ermittelt wird
jedoch in alle Richtungen, soweit strafrechtliche relevante
Sachverhalte im Raum stehen.»

Ein extremistischer Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden,
hieß es weiter. Der Mann, nach eigener Aussage Oberfeldwebel bei den
Gebirgsjägern aus Bad Reichenhall, hatte in einem etwa eine Minute
langen Video-Clip unter anderem die Rücknahme der staatlichen
Corona-Maßnahmen und der Duldungspflicht, nach der die
Covid-Schutzimpfung in der Bundeswehr zur Vorschrift wurde, verlangt.
Er war am Donnerstag in München zunächst festgenommen worden, kam
dann aber wieder frei, weil die Staatsanwaltschaft Traunstein keine
akute Gefahr durch den Soldaten sah.