Linkspartei springt Hansa Rostock zur Seite und fordert Lockerungen

23.09.2021 15:24

Rostock (dpa/mv)- Die Linksfraktion im Schweriner Landtag hat eine
umgehende Aufstockung der zugelassenen Zuschauern bei Heimspielen des
Fußball-Zweitligist FC Hansa Rostock gefordert. «Es ist schon
erstaunlich und vor allem erklärungsbedürftig, wie
Landessportministerin Stefanie Drese mit einem der Aushängeschilder
unseres Landes umgeht», sagte der sportpolitische Sprecher der
Fraktion, Karsten Kolbe, am Donnerstag. Entweder sollte die
Landesverordnung entsprechend geändert oder eine Ausnahmegenehmigung
für das Spiel am Samstag (20.30 Uhr) gegen Schalke 04 erteilt werden.

Das Sportministerium stellte auf Anfrage fest: «Wir haben in unserer
Corona-Landesverordnung klare und verlässliche Regelungen für
Veranstaltungen. Diese gelten bis zum 14. Oktober. Daran müssen sich
Kulturveranstalter halten und auch der Profisport». Änderungen an der
Corona-Verordnung seien erst für das übernächste Heimspiel möglich.


Darüber hinaus verwies das Ministerium von Drese (SPD) darauf, dass
es zwar in anderen Bundesländern ebenfalls eine Diskussion über
Lockerungen gebe, jedoch nur Hamburg und Schleswig-Holstein über die
bisherigen Regelungen hinausgegangen seien. Diese besagen, dass das
Stadion für Spiele der 1. und 2. Liga nur zur Hälfte ausgelastet sein
darf, zudem wird eine Höchstgrenze von 25 000 Fans vorgegeben. Für
das Schalke-Spiel habe Hansa beantragt, die Höchstkapazität (15 000)
zuzulassen, dies habe das Gesundheitsministerium genehmigt.

In einem Interview bei NDR MV Live hatte Hansas Vorstandschef, Robert
Marien, am Mittwoch betont, dass der Verein rechtliche Schritte gegen
die Zuschauerbeschränkung erwäge. «Wenn in allen Bundesländern um
einen herum Vereine ganz deutlich bessere Möglichkeiten haben, ihre
Gelder zu erwirtschaften, dann muss ich das zumindest prüfen lassen»,
begründete Marien.