Dehoga-Präsident kritisiert 2G-Regel: Wollen Gastgeber für alle sein

15.09.2021 13:26

Cottbus (dpa/bb) - Der Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg
(Dehoga) hat die sogenannte 2G-Regel als Option für Betreiber von
Lokalen und Hotels in der Corona-Pandemie kritisiert. «Wir wollen
Gastgeber für alle sein», sagte Dehoga-Präsident Olaf Schöpe der
Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Man könne nicht eine ganze
Menschengruppe ausgrenzen. Die 2G-Regel bedeutet, dass nur Geimpften
und Genesenen Zutritt zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens
erlaubt wird.

Die übergroße Mehrheit der Branche lehne die 2G-Regel ab und bleibe
bei einem Einlass von Genesenen, Geimpften und Getesteten, betonte
Schöpe. «Alle wollen ihre Gäste nicht verlieren. Das zeigt aber
einmal mehr, dass durch solche politischen Entscheidungen vielleicht
sogar unsere Branche auseinanderdividiert wird», sagte er weiter.
«Wenn sich 3G bewährt hat, warum müssen wir noch einen drauf setzen?
»
Zunächst hatte der rbb berichtet.

Wer ein Lokal, ein Hotel oder eine Veranstaltung besucht, wird ab
Donnerstag in Brandenburg möglicherweise nur noch mit Corona-Impfung
oder überstandener Covid-19-Erkrankung eingelassen. Das Kabinett
beschloss am Dienstag, diese 2G-Regel als Option für die Betreiber
einzuführen. Sie haben die Möglichkeit, nicht Geimpfte oder nicht
Genesene außen vor zu lassen, Kinder bis zu zwölf Jahren sind
ausgenommen.

Sorgen macht sich Schöpe, dass durch die 2G-Regel das Problem des
Fachkräftemangels in Brandenburg noch verschärft wird, wenn
Ungeimpfte in Hotels und Gaststätten nicht mehr beschäftigt werden.
Diese Regel müsste überdacht werden, forderte er. Die Gastrobranche
habe in den drei vorangegangenen Corona-Wellen bewiesen, dass sie
nicht Pandemietreiber sei, sie werde jetzt wieder «geopfert».