Brandenburg: Erste Hausärzte beginnen mit Corona-Impfungen

07.04.2021 04:00

Beim Impfen gegen das Coronavirus will Brandenburg jetzt schneller
vorankommen. Für Schulen und Kitas gilt in der Pandemie aber erst
einmal eine festere Notbremse.

Potsdam (dpa/bb) - Am Mittwoch beginnen märkische Hausärzte im
größeren Stil mit den Impfungen gegen das Coronavirus. Das Vakzin,
das vergangene Woche von den Praxen bestellt werden musste, solle
spätestens bis Mittwochvormittag vom Großhändler an die Apotheken u
nd
von da aus an die Praxen geliefert werden, wie der Sprecher der
Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Christian Wehry, am
Dienstag sagte.

Wie viele Praxen in Brandenburg ab dieser Woche gegen das Coronavirus
impfen, sei noch unklar, da sie ihre Impfdosen direkt über die
Apotheken bestellt hätten, hieß es. Im Rahmen eines Modellprojekts,
das bereits seit Mitte März in Brandenburg läuft, hatten laut
Innenministerium bereits 260 Praxen geimpft.

Seit Beginn der Impfungen Ende Dezember haben nach Angaben des
Ministeriums 349 164 Menschen eine Erst- und 106 997 Menschen die
Zweitimpfung erhalten (Stand: 5.4.). Im Impf-Ranking liegt
Brandenburg inzwischen nach Angaben des Robert Koch-Instituts im
Vergleich mit den anderen Bundesländern im vorderen Mittelfeld. Bei
den Zweitimpfungen ist das Land aber auf dem letzten Platz.

Angesichts des Corona-Infektionsgeschehens zieht Brandenburg aber die
Notbremse fester an. Ab kommenden Montag nach den Osterferien startet
an weiterführenden Schulen ab Klasse 7 - außer in den
Abschlussklassen - der Distanzunterricht. Kitas bleiben geöffnet,
Eltern werden gebeten, Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Das
kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag nach der
Kabinettssitzung in Potsdam an.

Ab dem 19. April gibt es zudem eine Testpflicht für alle Schüler,
Lehrer und weiteres Schulpersonal im Präsenz- beziehungsweise
Wechselunterricht. Sie sollen sich dann zwei Mal pro Woche selbst
testen. Ohne negatives Ergebnis dürften die Schulen nicht betreten
werden, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD).