USA: Produktionsproblem bei Impfstoff-Charge von Johnson & Johnson

01.04.2021 12:32

Washington (dpa) - Bei der Produktion des Corona-Impfstoffs des
US-Herstellers Johnson & Johnson ist bei einer Charge ein Problem
aufgetreten. In einer Produktionsstätte eines Partnerunternehmens
habe ein Inhaltsstoff die Qualitätskontrolle nicht bestanden und sei
daher nicht verwendet worden, teilte Johnson & Johnson am Mittwoch
(Ortszeit) mit. Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, wie viele
Impfdosen von dem Problem bei dem Auftragsproduzenten Emergent
Biosolutions betroffen waren. Nach einem Bericht der «New York Times»
soll es um 15 Millionen Dosen des Impfstoffs gehen. Die Impfung der
Firma entfaltet bereits nach nur einer Spritze ihre volle Wirkung.

Johnson & Johnson betonte, man plane weiterhin, der US-Regierung wie
zuvor zugesagt bis Ende Mai 100 Millionen Dosen zu liefern. Das
Unternehmen werde Emergent Biosolutions nun mit zusätzlicher
Expertise zur Seite stehen und die Produktion im US-Staat Maryland
vor Ort überwachen, hieß es. «Qualität und Sicherheit sind weiterhi
n
unsere oberste Priorität», erklärte das Unternehmen. Die
Produktionsstätte von Emergent Biosolutions sei bislang noch nicht
von der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) für den
Impfstoff zugelassen worden. Das Unternehmen bereitet aber bereits
die Produktion vor, um Lieferziele erfüllen zu können.

Auswirkungen auf Lieferungen des Impfstoffs nach Deutschland sieht
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nicht. «Nach allem, was
wir wissen, ist das kein EMA-zugelassenener Produktionsstandort,
spielt also für die Lieferungen in die EU - Stand jetzt - nicht die
Rolle», sagte er am Donnerstag in Berlin. Nach einer Auflistung des
Gesundheitsministeriums vom 22. März erwartet Deutschland im nun
laufenden zweiten Quartal rund 10 Millionen Impfdosen von Johnson &
Johnson.