Linke-Vorsitzende: Testen ist die Alternative zum totalen Lockdown

26.03.2021 13:00

Berlin (dpa/bb) - Berlins Linke-Vorsitzende Katina Schubert hat sich
für eine deutliche Ausweitung der Corona-Tests ausgesprochen. «Es ist
der einzige Ansatz, mit dem man Öffnungen zulassen kann», sagte
Schubert am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. «Die Mutante
schlägt um sich, das Wachstum ist exponentiell. Die Alternative zum
totalen Lockdown ist, Zugang an Tests zu binden.» Das gelte auch fürs
Einkaufen. «Diese Frage muss der Senat sich stellen.» Der Senat berät

am Samstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

«Dabei kann es nicht sein, dass nur die Reichen einkaufen können,
weil die Armen sich die Tests nicht leisten können», sagte Schubert.
«Da muss man Lösungen finden, dass die Geschäfte, die öffnen wollen
,
dann auch entsprechend Tests anbieten.» Klar sei aber, dass eine
weitere Ausbreitung des Virus verhindert werden müsse. «Wir dürfen
nicht zulassen, dass Infektionsketten unbeobachtet weiterlaufen.
Deswegen kann man Öffnungen nur daran koppeln, dass getestet wird.»

Schubert ist außerdem dafür, Arbeitgeber zu mehr Homeoffice-Angeboten
zu verpflichten: «Wir haben eine sehr geringe Homeoffice-Quote
gemessen an der Entwicklung der Pandemie. Mit den Appellen hat sich
der Anteil der Leute, die ins Homeoffice gehen, nur gering erhöht»,
so die Abgeordnete der Linke. Auch eine Ausweitung der Maskenpflicht
sei sinnvoll. Ähnlich wie bei den Corona-Tests müsse aber
berücksichtigt werden, dass diejenigen, für die die Kosten für
FFP2-Masken eine Herausforderung seien, die entsprechende
Unterstützung erhielten. Genauso wichtig sei, noch deutlich mehr zu
impfen. «Es muss alles verimpft werden, was an Stoff da ist. Es darf
keine Dosis liegen bleiben», forderte Schubert angesichts der
gestiegenen Infektionszahlen in Berlin.