MV-Gipfel berät über weitere Schritte in Corona-Krise

26.03.2021 05:00

Wie geht es weiter mit dem Alltagsleben in Mecklenburg-Vorpommern in
der Corona-Krise? Tourismus und Gastgewerbe rufen nach klaren
Öffnungsperspektiven. Allerdings steigen die Infektionszahlen stark -
sogar in Rostock.

Schwerin (dpa/mv) - Vor dem MV-Gipfel am Freitag (13.00 Uhr) zu den
nächsten Schritten in der Corona-Krise im Land fordern Gastgewerbe
und der Tourismus konkrete Perspektiven. Der Deutsche Hotel- und
Gaststättenverband (Dehoga) verlangte zudem Klarheit über
Wirtschaftshilfen und Öffnungsperspektiven. «Die Wirtschaftshilfen
wurden in dieser Woche angekündigt, jetzt wollen wir Klarheit
erhalten, wie diese genau aussehen», sagte Dehoga-Präsident Lars
Schwarz der Deutschen Presse-Agentur.

Die Option der sogenannten Modellregionen müsse im Bundesland stärker
ausgeschöpft werden, verlangte Schwarz. Ähnlich äußerte sich Tobias

Woitendorf, Geschäftsführer des Landestourismusverbandes. Neben einer
Öffnung von Gastronomie und Hotellerie müsse in Modellregionen auch
Kultur und Sport möglich sein, betonte Woitendorf. «Wir müssen einen

Weg zurück ins Geschäft finden.» Wer etwa nebenberuflich
Ferienwohnungen vermiete, müsse künftig stärker von Wirtschaftshilfen

profitieren können. Diese würden noch oftmals durch das Raster
fallen.

Die Landesregierung berät beim MV-Gipfel mit Vertretern von Kommunen,
Sozialverbänden, Wirtschaft und Gewerkschaften über die nächsten
Schritte in der Corona-Krise. Dabei dürfte es auch um mögliche
modellhafte Öffnungen nach Ostern in Gebieten mit niedriger Inzidenz
gehen. In Rostock hat es eine solche Modell-Öffnung bereits mit dem
Fußballspiel von Hansa Rostock vor rund 700 Zuschauern am vergangenen
Samstag gegeben. Am Freitag (19.30 Uhr) darf das Volkstheater seine
erste Premiere seit Monaten vor einem getesteten Publikum feiern.
Gegeben wird das Schauspiel «Jugend ohne Gott» von Ödön von Horvath
.

Allerdings steigen die Infektionszahlen auch in Rostock deutlich: Die
Sieben-Tage-Inzidenz hat sich binnen einer Woche verdoppelt. Am
Donnerstag meldete das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus)
für die Hansestadt einen Wert von 45,9. Am Donnerstag vergangener
Woche lag er bei 22,9.