Astrazeneca: Neue Daten bestätigen hohe Wirksamkeit des Impfstoffs

25.03.2021 04:08

Cambridge (dpa) - Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca
sieht die hohe Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs durch nun
aktualisierte Daten bestätigt. Das Vakzin schütze mit einer
Wirksamkeit von 76 Prozent vor Covid-19, bei über 65-Jährigen betrage
dieser Wert 85 Prozent, teilte das Unternehmen am frühen
Donnerstagmorgen unter Berufung auf weitere Daten einer sogenannten
Phase-III-Studie mit etwa 32 500 Probanden mit. Das bedeutet, dass
unter den älteren Probanden einer geimpften Gruppe 85 Prozent weniger
Erkrankungen auftraten als unter denen einer Kontrollgruppe. Die
Wirksamkeit über alle Altersgruppen hinweg in Bezug auf schwere
Krankheitsverläufe liege sogar bei 100 Prozent.

Am Montag allerdings hatte das Unternehmen mitgeteilt, das Vakzin
schütze einer neuen Untersuchung zufolge mit einer Wirksamkeit von 79
Prozent vor Covid-19. Am Dienstag hatte die US-Gesundheitsbehörde
NIAID die Aussagekraft von Daten dieser Untersuchung von Astrazeneca
zu dessen Impfstoff angezweifelt. Astrazeneca sagte daraufhin zu,
Daten innerhalb von 48 Stunden nachzuliefern. Frühere Untersuchungen,
die ebenfalls für eine gute Wirksamkeit des Präparats sprechen,
zweifelte die NIAID in ihrem Statement nicht an.

Astrazeneca erklärte nun, die Untersuchungsergebnisse der
Zwischenanalyse seien bestätigt worden. Der Impfstoff sei gut
vertragen worden, es seien keine Sicherheitsbedenken im Zusammenhang
mit dem Impfstoff festgestellt worden. Astrazeneca-Forschungschef
Mene Pangalos sagte, man freue sich darauf, in den kommenden Wochen
einen Zulassungsantrag für Notfallzulassungen in den USA
einzureichen.

Das britisch-schwedische Unternehmen hat den Impfstoff namens AZD1222
zusammen mit der Universität Oxford entwickelt. Er wird seit Januar
in Großbritannien in großem Stil eingesetzt.

Deutschland und mehrere andere Staaten hatten die Impfung mit dem
Astrazeneca-Stoff vorerst ausgesetzt, weil mehrere Fälle mit
Thrombosen (Blutgerinnseln) in den Hirnvenen in zeitlichem
Zusammenhang zur Impfung gemeldet wurden. Mittlerweile wird das
Vakzin wieder eingesetzt.