Hotelverband fordert dauerhaften Verzicht auf Beherbergungsverbot

13.10.2020 14:12

Mainz (dpa/lrs) - Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga)
in Rheinland-Pfalz hat die Rücknahme des Beherbergungsverbots durch
die Landesregierung begrüßt. Damit sei einer dringenden Forderung des
Verbands entsprochen worden, sagte Dehoga-Präsident Gereon Haumann am
Dienstag. Jetzt gehe es darum, in Rheinland-Pfalz dauerhaft auf ein
Beherbergungsverbot für innerdeutsche Gäste zu verzichten.

Seit Beginn der Berichte über Beherbergungsverbote habe eine
«regelrechte Storno-Welle» die Betriebe überrollt, teilte er mit.
Unternehmen wie Gäste gleichermaßen seien wegen der
Unübersichtlichkeit der Regelungswerke in den einzelnen Bundesländern
sehr irritiert. «Hier blickt keiner mehr durch», kritisierte Haumann.
«Das Paradoxe an diesem Regelungsdesaster war und ist, dass
Beherbergungsbetriebe mit ihren Gästen kein Infektionsrisiko
darstellen.» Haumann weiter: «Mir ist kein Fall bekannt, in dem ein
Gast in einem unserer Betriebe durch den Aufenthalt als
Übernachtungsgast sich an Corona infiziert hat.»

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte am Montag bekannt
gegeben, dass das umstrittene Beherbergungsverbot für Touristen aus
deutschen Corona-Risikogebieten doch nicht wie geplant am (heutigen)
Dienstag in Rheinland-Pfalz in Kraft tritt. Sie begründete die Wende
mit der bundesweit «extrem virulenten» Diskussion sowie den
«verheerenden Rückmeldungen» aus den Kommunen. Rheinland-Pfalz sei
ohnehin kein Fan des Beherbergungsverbots gewesen, habe sich aber
einer bundeseinheitlichen Regelung nicht entziehen wollen.