Geld für Digitalisierung der Gesundheitsämter soll bald fließen

10.10.2020 08:55

Leipzig (dpa/sn) - Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen können fast
ein halbes Jahr nach dem Beschluss laut einem Bericht des
«Mitteldeutschen Rundfunks» bald mit Geld vom Bund für die
Digitalisierung der Gesundheitsämter rechnen. Das ergaben Nachfragen
von «mdr aktuell« bei den Sozialministerien der drei Länder. Im Mai
hatte die Bundesregierung beschlossen, 50 Millionen Euro für die
technische Modernisierung aller deutscher Gesundheitsämter und deren
Anschluss an das elektronische Melde- und Informationssystem Demis
bereitzustellen.

Davor müssen die Länder eine Vereinbarung mit dem Bund unterzeichnen.
Sachsen und Sachen-Anhalt haben das laut der Nachfrage von «mdr
aktuell« getan. Sachsen-Anhalt soll laut dem Bericht 1,4 Millionen
Euro und Sachsen rund 2,5 Millionen Euro bekommen. In Thüringen werde
die Vereinbarung bis Ende des Monats unterschrieben, so «mdr
aktuell«.

Der Bundestagsabgeordnete Thorsten Herbst (FDP) kritisierte in dem
Bericht des Senders, es sei ein «Unding«, dass die Übermittlung der
Corona-Infektionszahlen immer noch wie Ende des letzten Jahrhunderts
funktioniere. Die Zahlen würden noch gefaxt.