Niedersachsen plant Ausnahmen vom Urlaubsverbot

09.10.2020 11:40

Hannover (dpa/lni) - Wer aus einem Corona-Risikogebiet nach
Niedersachsen kommt, wird nicht grundsätzlich aus Hotels und anderen
Unterkünften ausgeschlossen. Zwar gilt von Samstag an auch in
Niedersachsen ein Beherbergungsverbot, allerdings soll jeder
Herkunftsort einzeln geprüft werden. Auch Ausnahmen für Kreise, in
denen es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen
einer Woche gibt, seien möglich, wenn der Infektionsherd klar
begrenzt sei, sagte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs der
Landesregierung, Claudia Schröder, am Freitag in Hannover.

Die Liste der Kreise, für die das Verbot gilt, soll täglich im
Internet auf <niedersachsen.de> veröffentlicht werden. Maßgeblich für

die Überschreitung des Grenzwerts ist der Zeitpunkt der Einreise.
Ausnahmen sieht die Verordnung zudem für zwingende berufliche und
medizinisch bedingte Reisen vor. Auch Besuche von Angehörigen und
Partnern bleiben erlaubt «Es geht uns darum, den touristischen
Reiseverkehr einzuschränken», erklärte Schröder. Wer einen höchst
ens
zwei Tage alten negativen Corona-Test vorweisen kann, darf ebenfalls
in Niedersachsen übernachten.

Für Verstöße gegen das Übernachtungsverbot sieht die Regelung ein
Bußgeld von bis zu 25 000 Euro vor. Behörden und Polizei sollen die
Bestimmungen durchsetzen und Verstöße ahnden.