Keine Entscheidung über Betriebsaufnahme bei Tönnies

09.07.2020 14:41

Gütersloh (dpa/lnw) - Über eine Wiederaufnahme der Produktion am
Hauptstandort des Fleischproduzenten Tönnies ist noch keine
Entscheidung gefallen. Nach Beratungen über ein Hygienekonzept des
Branchenführers am Donnerstag in Gütersloh sagte die Detmolder
Regierungspräsidentin Judith Pirscher (FDP) vor Journalisten, für
eine Gesamtbewertung sei es noch zu früh. Wann das Werk in
Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh wieder die Produktion anlaufen
lassen könne, sei noch unklar. «Wir haben alle ein großes gemeinsames

Ziel: Sicherheit vor Schnelligkeit».

Das «zweite große Ziel» sei, das man «gemeinsam wieder ins Geschehe
n
kommt.» In dem rund vierstündigen Arbeitstreffen sei vereinbart
worden, Techniker auf das Betriebsgelände zu schicken. Sie sollten
«verschiedene Maßnahmen zum vorbereitenden Infektionsschutz
montieren». Details nannte die Regierungspräsidentin zunächst nicht.

An der nicht-öffentlichen Sitzung hatten auch Vertreter weiterer
Behörden, Unternehmen und Hygiene-Experten teilgenommen.

Nach einem Corona-Massenausbruch war das riesige Fleischwerk in
Rheda-Wiedenbrück vor drei Wochen - verfügt zunächst bis 17. Juli -
geschlossen worden. Rund 1400 Arbeiter des Werks hatten sich
nachweislich mit dem Virus infiziert. Vor der Schließung des Werkes
wurden nach früheren Angaben täglich etwa 20 000 bis 25 000 Schweine
dort geschlachtet.