Kramp-Karrenbauer gegen rasches Ende der Maskenpflicht im Handel

06.07.2020 09:42

Berlin (dpa) - CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich gegen
ein rasches Ende der Maskenpflicht im Handel im Kampf gegen die
Corona-Pandemie ausgesprochen. Es sei zu beobachten, dass immer mehr
Menschen ohne Maske unterwegs seien, sagte Kramp-Karrenbauer am
Montag in der letzten Videoschalte der engsten CDU-Spitze vor der
Sommerpause nach Angaben aus Teilnehmerkreisen. Da sei es das falsche
Signal, die Maskenpflicht aufzuheben. Das Tragen des
Mund-Nasen-Schutzes sei weiterhin notwendig und wichtig, damit
Deutschland gut durch die Pandemie komme.

Die Debatte über ein baldiges Ende der coronabedingten Maskenpflicht
im Handel war am Wochenende ins Rollen geraten, nachdem sich
Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) in der
«Welt am Sonntag» für einen solchen Schritt in seinem Land
ausgesprochen hatte. Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd
Althusmann (CDU) hatte eine Lockerung favorisiert, seine Forderung am
Montag aber relativiert. Gegen ein zeitnahes Ende der Pflicht für den
Mund-Nasen-Schutz in Geschäften sprachen sich am Sonntag indes
Bayern, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Hamburg aus.