Holsten-Brauerei trotz Corona-Krise gut in Hausbruch angekommen

04.07.2020 08:30

Seit 1879 braut die Holsten-Brauerei Bier für Hamburg. Gegründet in
Altona, das damals noch gar nicht zur Hansestadt gehörte, wagt die
Brauerei im vergangenen den Sprung über die Elbe. Und der ist
offenbar geglückt.

Hamburg (dpa/lno) - Mehr als ein halbes Jahr nach ihrem Umzug von
Altona über die Elbe ist die Holsten-Brauerei gut am neuen Standort
in Hamburg-Hausbruch angekommen - trotz Corona-Krise. Zu
Einschränkungen sei es durch die Pandemie bisher nicht gekommen,
sagte Carlsberg Deutschland-Sprecherin Linda Hasselmann der Deutschen
Presse-Agentur. Zwar sei die Nachfrage der Gastronomie nach Fassbier
in den vergangenen Monaten coronabedingt zurückgegangen. Dies habe
man aber zumindest zum Teil durch einen höheren Absatz bei
Flaschenbieren kompensieren können.

«Wir von Carlsberg Deutschland haben in der akuten Corona-Zeit im
Handel ein Wachstum von circa fünf Prozent verzeichnet», sagte
Hasselmann. Der nationale Pilsbiermarkt sei im selben Zeitraum
dagegen nur um drei Prozent gestiegen.

Im November vergangenen Jahres hatte die Holsten-Brauerei ihren
Betrieb im Stadtteil Hausbruch offiziell aufgenommen. Seither
produzieren dort rund 190 Mitarbeiter Bier der Carlsberg-Marken
Holsten und Astra. Auf eine Million Hektoliter Bier und
Bier-Mischgetränke ist die Anlage ausgelegt. 80 Prozent werden in
Flaschen, die übrigen 20 Prozent in Fässer abgefüllt.

Acht Monate nach Eröffnung der neuen Brauerei fällt das Zwischenfazit
von Braumeister und Projektleiter Jan Freitag positiv aus. «Wir sind
erfolgreich im Normalbetrieb angekommen und sehen bereits jetzt ganz
deutlich die Vorteile der hochmodernen Anlagen.» Mit diesen könne man
flexibler und effizienter arbeiten als am alten Standort in Altona.
Das gelte auch für den Bereich Nachhaltigkeit. «Hier konnten wir den
Wasserverbrauch um 25 Prozent und den Energieverbrauch um 34 Prozent
reduzieren.»

Derzeit entsteht in der Brauerei auch eine neue, größere Anlage zur
Herstellung von Biermischgetränken. Damit wolle man der steigenden
Nachfrage dieser Produkte gerecht werden, sagte Hasselmann.