Nachrüstung von Wohnungen mit Rauchmeldern kommt ins Stocken

02.07.2020 16:49

Berlin (dpa/bb) - Die Nachrüstung von Wohnungen mit Rauchmeldern ist
bei den Berliner Wohnungsunternehmen wegen der Corona-Krise ins
Stocken gekommen. Knapp ein Fünftel der Verbandsmitglieder könne die
vorgegebene Frist bis Ende des Jahres wohl nicht einhalten, teilte
der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) am
Donnerstag mit.

Als Gründe nannte Vorstand Maren Kern coronabedingte Lieferengpässe
bei den teils in China gefertigten Geräten, aber auch geltende
Arbeitsschutz-, Hygiene- und Abstandsregelungen. Kern plädierte für
eine Fristverlängerung von vier bis sechs Monaten. «Wir sind darüber

mit dem Senat im Gespräch.»

Laut Berliner Bauordnung gilt seit 2017 eine Installationspflicht für
Rauchwarnmelder bei Wohnungsneubauten und Umbauten - und zwar in
jedem Aufenthaltsraum außer der Küche sowie in Fluren. Für
Bestandswohnungen wurde eine Übergangsfrist bis Ende 2020 festgelegt.
Rauchmelder schlagen im Falle stärkerer Rauchentwicklung Alarm in der
Wohnung und können so helfen, bei Bränden Leben zu retten. Das gilt
nicht zuletzt, wenn die Bewohner zum Zeitpunkt des Feuers schlafen.