Maskenverweigerin landet in Gewahrsam - und attackiert danach Beamten

02.07.2020 13:00

Leichlingen (dpa/lnw) - Weil sie sich gegen die Maskenpflicht
gesträubt und einen Platzverweis der Polizei ignoriert haben soll,
ist eine Tankstellenkundin im Rheinisch-Bergischen Kreis in Gewahrsam
genommen worden. Doch auch durch den mehrstündigen Aufenthalt auf der
Wache sei die 56-Jährige nicht zur Einsicht gekommen, erklärte die
Polizei am Donnerstag: Als sie am Mittwochabend entlassen werden
sollte, habe sie einen Beamten mehrfach mit den Fäusten gegen den
Oberkörper geschlagen. Nur mit «körperlicher Gewalt» habe die Poliz
ei
die Frau vom Gelände der Wache in Burscheid bringen können. Der
Beamte sei nicht verletzt worden.

Der Polizei zufolge hatte die Frau am Mittwochnachmittag zunächst den
Verkaufsraum der Tankstelle in Leichlingen ohne Schutzmaske betreten.
Auf einen Hinweis des Verkäufers habe sie geantwortet, aus
persönlichen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Trotz
mehrfacher Aufforderung des Angestellten habe die 56-Jährige die
Tankstelle nicht verlassen. Nachdem die Frau auch einen Platzverweis
der verständigten Polizei ignorierte, kam sie in die Gewahrsamszelle.

Die Beamten schrieben eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und
Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung. Nach dem späteren Angriff
auf den Polizisten kam dann auch noch eine Strafanzeige wegen
versuchter Körperverletzung und Widerstandes gegen
Vollstreckungsbeamte hinzu.