Corona belastet weiter Arbeitsmarkt im Norden

01.07.2020 05:00

Auch im Norden haben im Zuge der Corona-Pandemie viele Menschen ihren
Job verloren. Experten gehen für Juni von einem weiteren Anstieg der
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich aus. Die genauen Zahlen will
die Arbeitsagentur am Mittwoch vorstellen.

Hamburg/Kiel (dpa/lno) - Die Hamburger Agentur für Arbeit legt am
Mittwoch (10.00 Uhr) ihren Monatsbericht über die Entwicklung des
Arbeitsmarkts im Juni vor. Die Arbeitslosigkeit dürfte nach Erwartung
von Experten trotz der Lockerung der Corona-Einschränkungen nochmals
in die Höhe gehen. Im Mai hatte der Kampf gegen die Pandemie die
Arbeitslosigkeit in der Hansestadt auf den höchsten Stand seit zehn
Jahren getrieben. 84 426 Hamburgerinnen und Hamburger waren
arbeitslos gemeldet. Das waren gut 6900 oder 8,9 Prozent mehr als im
Vormonat. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Vergleich zum April
um 0,6 Prozentpunkte auf 7,9 Prozent.

Experten gehen auch für Schleswig-Holstein coronabedingt von einem
weiteren Anstieg der Zahl der Arbeitslosen im Juni im Vergleich zum
Vorjahr aus. Die genauen Zahlen will die Arbeitsagentur ebenfalls am
Mittwoch (10.00 Uhr) vorlegen. Bereits im Mai hatte die Pandemie im
Norden deutlich auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Die Zahl der
Arbeitslosen stieg im Vergleich zum April saisonunüblich um 5,4
Prozent auf 97 200. Der sonst übliche Frühjahrsaufschwung blieb im
Mai wie bereits im April aus. Zum Mai 2019 betrug die Zunahme 23,8
Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im Mai bei 6,2 Prozent.