Land erwägt Ausweitung von Corona-Tests bei Flüchtlingen

25.06.2020 10:32

Braunschweig (dpa/lni) - Das Land Niedersachsen zieht eine Ausweitung
der Corona-Tests bei Flüchtlingen in Betracht. Ein entsprechendes
Konzept werde derzeit erstellt, sei aber noch nicht abgestimmt und
benötige noch die Zustimmung verschiedener Stellen wie dem
Innenministerium, sagte eine Sprecherin der Landesaufnahmebehörde in
Braunschweig am Donnerstag. Zu den Einzelheiten des Konzepts machte
sie keine Angaben. Zuvor hatte der NDR berichtet, das Land wolle
Geflüchtete künftig verdachtsunabhängig bei der Einreise testen.
Bisher sei das nur bei Menschen mit Symptomen der Fall.

Der Landesaufnahmebehörde zufolge kommen derzeit täglich rund 20
Personen in Niedersachsen an. Insgesamt sind demnach 2786 Menschen in
den Einrichtungen der Behörde untergebracht. Am Dienstag war bekannt
geworden, dass 21 Bewohner im Grenzdurchgangslager Friedland bei
Göttingen positiv auf das Coronavirus getestet wurden.