Kanzleramtsminister: Bei Corona nicht zu sorglos werden

25.06.2020 00:36

Berlin (dpa) - Nach den jüngsten Corona-Ausbrüchen etwa im Kreis
Gütersloh hat Kanzleramtsminister Helge Braun zur Vorsicht gemahnt.
«Diese größeren Ausbrüche haben jetzt gezeigt: In dem Moment, wo ma
n
dem Virus eine Chance gibt, schlägt es auch wieder zu», sagte der
CDU-Politiker am Mittwochabend in der ZDF-Sendung «Markus Lanz».

«Wir haben nur dann eine Chance auf eine gute wirtschaftliche
Erholung, auch auf eine soziale Entspannung (...), wenn die
Infektionszahlen sehr, sehr niedrig sind», sagte Braun. «Deshalb
glaube ich, ist die Aufgabe jetzt wirklich, jeden lokalen Ausbruch
sehr, sehr genau und sehr schnell zu beantworten, aber auch nicht zu
sorglos zu werden.»

Aus seiner Sicht habe es in den letzten zwei, drei Wochen eine Phase
gegeben, «wo manche Leute fast den Eindruck hatten, die Pandemie wäre
vorbei». (...). «Und das ist unsere allergrößte Sorge, weil, bis wi
r
wirklich einen effektiven Impfstoff oder Heilmittel haben, wird das
Virus weiter lauern. Und deshalb ist das Beste, was wir tun können,
dass wir wirklich diese Grundregeln alle konsequenter einhalten.»

Die nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in zwei
Kreisen Nordrhein-Westfalens verhängten regionalen Einschränkungen
des öffentlichen Lebens begrüßte Braun. Diese Entscheidung zu einem
Lockdown, um die Situation zu beruhigen und um die Zeit zu haben,
«uns wirklich ein Bild zu verschaffen», sei ganz wichtig und ein
«sehr verantwortungsvolles Vorgehen».