New Yorker Gouverneur hält letzte tägliche Corona-Pressekonferenz

19.06.2020 19:17

New York (dpa) - Nachdem die Corona-Fallzahlen in den vergangenen
Wochen deutlich nach unten gegangen sind, verzichtet der Gouverneur
des Bundesstaats New York künftig auf tägliche Pressekonferenzen zum
Thema. «Nach 111 Tagen in der Hölle brauchen wir alle eine Pause»,
sagte Andrew Cuomo bei einer Video-Ansprache am Freitag, die anders
als seine bisherigen Termine bereits ohne Mitarbeiter an seiner Seite
auskam. In den vergangenen drei Monaten habe der Staat das Unmögliche
erreicht, sagte Cuomo. «Aber Covid ist noch nicht vorüber, wir haben
immer noch so viel zu tun.»

Der Bundesstaat New York, in dem auch die weltbekannte Metropole
liegt, hat zu den global am härtesten von der Pandemie getroffenen
Orten gehört. Inzwischen ist die Lage in den meisten anderen
US-Bundesstaaten gravierender. Der Staat hat bisher insgesamt 24 700
Tote und fast 387 000 Infektionen bestätigt. Zu Hochzeiten
wurden täglich rund 800 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19
gemeldet, aktuell liegt der Wert bei etwa 25 Toten pro Tag. Fast 19
000 Menschen waren Mitte April schwer erkrankt im Krankenhaus,
derzeit sind es noch etwa 1300.

Die täglich neu ausgewiesenen Fälle sind von mehr als 10 000 auf et
wa
700 zurückgegangen. Nur noch rund ein Prozent aller Tests fällt
positiv aus, so dass Cuomo davon ausgeht, ein sehr viel genaueres
Bild zur Verbreitung des Virus als im April zu haben. Auf die
Millionenmetropole New York entfallen jeweils rund zwei Drittel
dieser Zahlen.

Cuomo bestätigte am Freitag auch endgültig, dass New York City von
Montag an in die nächste Phase der Lockerungen übergehe. Damit dürfen

unter Einhaltung von Masken-, Abstands- und Hygieneregeln unter
anderem Büros und Geschäfte wieder öffnen und Restaurants draußen
Gäste bewirten.