Mindestabstand und Hygieneregeln sollen vorerst weiter gelten

17.06.2020 18:26

Die Zeichen in der Corona-Krise stehen auf mehr und mehr Lockerungen
- an zentralen «Basis-Maßnahmen» solle aber festgehalten werden,
vereinbaren die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten.

Berlin (dpa) - Bund und Länder wollen vorerst an den bisherigen
Regeln zu Mindestabstand und Hygienemaßnahmen im Kampf gegen die
Corona-Pandemie festhalten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am
Mittwoch nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten, der
Mindestabstand von 1,5 Metern, verstärkte Hygiene-Maßnahmen sowie das
Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen in bestimmten öffentlichen
Bereichen und das Instrument der Kontaktbeschränkungen hätten sich
bewährt und sollten fortgeführt werden.

Merkel erläuterte, dies seien die «Basis-Maßnahmen» zum gegenseitig
en
Schutz. Solange es kein Medikament und keinen Impfstoff gebe, müsse
man mit der Pandemie leben. Das Infektionsgeschehen sei im Großen und
Ganzen auf einer beständigen Ebene kleiner Zahlen. Gerade dort, wo
Abstandsregeln systematisch nicht eingehalten werden könnten, gebe es
aber Ausbrüche. Diese seien aber momentan nachverfolgbar.

Merkel verwies auch die vom Bund ermöglichte Ausweitung von Tests auf
das Coronavirus und die am Dienstag gestartete Corona-Warn-App. Sie
sprach mit Blick auf die bisherigen Download-Zahlen von einem «ganz
guten Start, der natürlich noch verstetigt werden muss». Die App sei
«ein Meilenstein in der Corona-Bekämpfung». Merkel dankte allen
Bürgern, die sich die App zur Nachverfolgung von Infektionsketten
schon auf ihr Handy geladen haben.

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