Reisefreiheit und Risikogebiete - Urlaub in Europa trotz Coronakrise Von den dpa-Korrespondenten

17.06.2020 15:49

Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Die
Bundesregierung hat die weltweite Reisewarnung für viele europäische
Länder am 15. Juni aufgehoben. Urlauber und Tourismusbranche können
wieder planen.

Berlin (dpa) - Während die Reisefreiheit in großen Teilen Europas
wieder zurückgekehrt ist, gelten einige beliebte Urlaubsländer wie
die Türkei als Risikogebiete. Insgesamt 131 Länder, darunter auch
Marokko, Ägypten und Thailand, führt die Bundesregierung auf einer
Liste von Corona-Risikogebieten, die auf der Seite des
Robert-Koch-Instituts veröffentlicht wurde.

Für 27 europäische Länder hat die Bundesregierung die Reisewarnung
indes aufgehoben. Ob der Sommerurlaub wirklich stattfinden kann,
hängt auch von den Regelungen der Urlaubsländer ab. Diese hat das
Auswärtige Amt (AA) in Reisehinweisen zusammengefasst.

Für vier Länder bleibt es noch bei der Reisewarnung. Spanien,
Norwegen und Finnland müssen erst noch ihre Einreisesperre für
Ausländer aufheben. In Spanien ist das für den 21. Juni geplant, in
Finnland gilt die Einreisesperre bis zum 14. Juli, in Norwegen
vorerst unbefristet. In Schweden ist die Zahl der Neuinfektionen noch
zu hoch für die Aufhebung der Reisewarnung.

Von Reisen nach Großbritannien, Irland und Malta wird auf der
Internetseite des Auswärtigen Amts «dringend abgeraten». Der Grund:
In diesen drei Ländern ist nach der Einreise noch eine zweiwöchige
Quarantäne erforderlich.

Für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union verlänge
rte
die Bundesregierung die Reisewarnung für Touristen bis zum 31.
August. Ausnahmen können für einzelne Länder gemacht werden, in denen

die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist. Wer aus einem
als Risikogebiet eingestuften Land zurück nach Deutschland reist,
muss mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Auch deshalb ist eine
Aufhebung der Reisewarnung für diese Länder nach derzeitigem Stand
kaum möglich.

SPANIEN - REISEWARNUNG GILT NOCH: Das Auswärtige Amt warnt vorerst
noch vor nicht notwendigen, vor allem touristischen Reisen nach
Spanien, weil es bis zum 21. Juni Einreisebeschränkungen für
Ausländer gibt. Nun darf man aber den Sommerurlaub an der Costa del
Sol oder an der Costa Blanca planen. Denn nach stark gesunkener Zahl
an Corona-Neuinfektionen sind vom 21. Juni an die Grenzen für Bürger
aus Schengen-Staaten wieder offen. Auch die bisher für Ausländer
geltende 14-tägige Quarantänepflicht nach der Einreise entfällt dann.

Nach Mallorca und den anderen Balearen-Inseln brachen bereits am
Montag die ersten von bis zu 10 900 Urlaubern aus Deutschland auf:
Sie machen eine Art Testlauf für den Sommerurlaub in Corona-Zeiten.

NORWEGEN - REISEWARNUNG GILT NOCH: Die Einreise aus Deutschland ist
noch nicht ohne Weiteres möglich. Es gilt eine zehntägige Quarantäne.

Ob es mit dem Sommerurlaub in den norwegischen Fjorden klappt, steht
deshalb in den Sternen. Das Auswärtige Amt warnt zudem vor nicht
notwendigen, touristischen Reisen in das Land. Seit Montag erlauben
die Norweger wieder Reisen von und ins restliche Skandinavien mit der
Ausnahme des schwedischen Festlandes, wie Regierungschefin Erna
Solberg am Freitag bekanntgab. Mit Blick auf Länder mit ähnlich
positiven Corona-Entwicklungen wie Deutschland sagte sie jedoch: «Wir
können nicht alles auf einmal öffnen. Wir müssen Schritt für Schrit
t
vorgehen.» Bis zum 20. Juli wolle man das Vorgehen überprüfen.

FINNLAND - REISEWARNUNG GILT NOCH: Das Land öffnet sich für Reisende
aus dem Baltikum und dem Großteil Skandinaviens. Die Grenzkontrollen
für den Straßen-, Flug- und Fährverkehr nach Estland, Lettland,
Litauen, Norwegen, Dänemark und Island wurden zum 15. Juni
aufgehoben. Das gilt nicht für Finnlands wichtigstes Nachbarland
Schweden, das derzeit noch mit verhältnismäßig hohen Corona-Zahlen
fertig werden muss. Die Einreise für Touristen aus Deutschland ist
noch nicht erlaubt. Deshalb gilt weiterhin eine Reisewarnung seitens
des Auswärtigen Amtes.

SCHWEDEN - REISEWARNUNG GILT NOCH: Die Warnung wird aufrechterhalten,
weil «Schweden die Neuinfiziertenzahl von weniger als 50 Fällen pro
100 000 Einwohner kumulativ in den letzten 7 Tagen» überschritten
habe, heißt es beim Auswärtigen Amt. Die Grenzen sind für EU-Bürger

jedoch geöffnet. Schweden hat mit deutlich lockereren Maßnahmen auf
die Pandemie reagiert als der Rest Europas und immer noch mit
vergleichsweise hohen Corona-Zahlen zu kämpfen. Mittlerweile fliegen
wieder einige Maschinen aus Deutschland nach Stockholm, die
Fährverbindungen etwa von Kiel, Rostock oder Travemünde werden
ohnehin weitgehend befahren. Und auch innerhalb Schwedens ist es seit
einigen Tagen wieder erlaubt, unbegrenzt von A nach B zu fahren.

GROSSBRITANNIEN - VON URLAUBSREISEN DRINGEND ABGERATEN: Wer nach
Großbritannien einreist, muss nach seiner Ankunft in eine zweiwöchige
Quarantäne. Deshalb die Empfehlung des AA, nicht zu reisen.
Fluggesellschaften und Reisebüros fürchten aufgrund der Regelung noch
mehr Einbußen. Von der Quarantäne sind Reisende aus Irland, der Isle
of Man und den Kanalinseln ausgenommen. Die britische Regierung will
mit der neuen Regelung eine zweite Pandemie-Welle verhindern. Sie
prüft aber eine Lockerung. Die 14-tägige Selbstisolation könnte
demnach künftig nicht für Verbindungen mit Ländern gelten, die die
Corona-Krise gut im Griff haben. Solche «Luftbrücken» könnten
britischen Medien zufolge schon im Juli eingeführt werden.

MALTA - VON URLAUBSREISEN DRINGEND ABGERATEN: Malta ist nach Angaben
des AA von Covid-19 vergleichsweise gering betroffen. Bis mindestens
30. Juni gilt aber für Einreisende, dass sie sich einer 14-tägigen
Quarantäne unterziehen müssen.

IRLAND - VON URLAUBSREISEN ABGERATEN: Auch in Irland gilt eine
14-tägige Quarantänepflicht für alle Einreisenden. Zudem ist die
Bewegungsfreiheit innerhalb des Landes stark eingeschränkt. Auch
Restaurants, Pubs und Cafés bleiben noch bis Ende Juni geschlossen.
Ein Urlaub in Irland ergibt daher zur Zeit nur wenig Sinn. Wann die
Einreise wieder ohne Auflagen möglich sein wird, ist noch unklar. Das
Auswärtige Amt rät daher von touristischen Reisen dorthin ab.

ÖSTERREICH - REISEHINWEIS: Das Land hat seit dem 4. Juni alle
Einreisebeschränkungen gegenüber seinen Nachbarstaaten aufgehoben,
mit Ausnahme Italiens. Für deutsche Touristen ist vor allem wichtig,
dass die Kontrollen an der Grenze zu Italien zum Beispiel am Brenner
entfallen. In Österreich selbst hat sich das öffentliche Leben weiter
normalisiert. Seit 15. Juni ist das Tragen von Mund- und Nasenschutz
nur noch in Bussen und Bahnen, in Apotheken, Praxen und Kliniken
sowie für Angestellte in manchen Dienstleistungsberufen Pflicht. Die
momentanen Infektionszahlen sind sehr niedrig.

ITALIEN - REISEHINWEIS: Die Corona-Lage Italiens, das viele
Todesopfer zu beklagen hat, hat sich inzwischen verbessert. Regionale
Schwerpunkte sind die Lombardei, gefolgt von Piemont, Emilia-Romagna
und Venetien. Die Fallzahlen gehen überall zurück. Insgesamt läuft
der Tourismus langsam wieder an, in beliebten Regionen wie am
Gardasee kommen die ersten deutschen Touristen an. Hotels melden
wieder Buchungen - auch wenn längst noch nicht alles offen ist. Nach
rund drei Monaten mit Corona-Beschränkungen herrscht seit 3. Juni
Reisefreiheit. Das Land öffnete seine Grenzen für Urlauber aus den
anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien,
Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne wird von ihnen nicht
mehr verlangt. Am Montag öffneten auch Kinos, Theater und
Opernhäuser. Museen sind seit Wochen geöffnet.

SCHWEIZ - REISEHINWEIS: Hotels, Restaurants, Museen, Seilbahnen und
andere touristische Einrichtungen proben mit einheimischen Gästen
schon seit einigen Wochen den Betrieb mit Hygiene- und
Abstandsvorschriften. Weil die Infektionszahlen seit April stark
zurückgegangen sind, dürfen seit Montag nun nicht nur Gäste aus
Deutschland und anderen Nachbarländern, sondern aus der ganzen EU und
mehreren weiteren Staaten einreisen. Mund- und Nasenschutz wird
empfohlen, wo es voll werden kann, etwa in Seilbahnen, Bussen oder im
Zug, aber vorgeschrieben sind Masken nicht. Viele große Sommerfeste
wie das Montreux-Jazzfestival, das Filmfestival in Locarno oder das
große Festival der klassischen Musik in Luzern fallen zwar aus. Weil
die Beschränkung von Besucherzahlen aber immer weiter gelockert wird,
planen viele Veranstalter nun doch kleinere Kulturfeste.

FRANKREICH - REISEHINWEIS: Die Einreise aus EU- und Schengen-Staaten
- mit Ausnahme Spaniens - sowie Großbritannien und Nordirland ist
seit Beginn der Woche wieder ohne besonderen Reisegrund möglich. In
Frankreich haben Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder
Ferienhäuser für Urlauber wieder geöffnet. Auch die Restaurants
empfangen seit voriger Woche im ganzen Land wieder Gäste. In der
schwer vom Virus getroffenen Hauptstadt dürfen Restaurants und Cafés
seit Montag wieder komplett öffnen, zuvor war Bewirtung nur auf den
Terrassen im Freien erlaubt. Auch Freizeitangebote sind wieder
verstärkt möglich, alle Strände und Parks sind wieder zugänglich.
Große Museen und Monumente dürfen ebenfalls wieder Besucher
empfangen. Vom 25. Juni an soll der seit Mitte März geschlossene
Eiffelturm in Paris wieder geöffnet werden.

PORTUGAL - REISEHINWEIS: Wer in der zweiten Juni-Hälfte Urlaub hat
oder einen Wochenendtrip plant und unbedingt auf die Iberische
Halbinsel möchte, der kann nach Portugal reisen. Das Land will
nämlich schon am 15. Juni seine Grenzen für den ausländischen
Tourismus öffnen. Dank einer frühen Reaktion und strikter Maßnahmen
war das Land am Atlantik viel weniger von Covid-19 betroffen als etwa
Spanien. Als regionale Schwerpunkte mit den derzeit meisten
Neuinfektionen nennt das AA den Norden, die Stadt Porto sowie den
Großraum Lissabon.

GRIECHENLAND - REISEHINWEIS: Griechenland hat am 15. Juni seine zwei
wichtigste Flughäfen in Athen und Thessaloniki für Touristen aus
zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die
Schweiz, geöffnet. Vom 1. Juli an sind auch Flüge aus dem Ausland für

alle Regionalflughäfen wieder erlaubt, wie die Regierung mitteilte.
Griechenlands Regierung hat angesichts des Neustarts alle Inseln in
der Ägäis und im Ionischen Meer mit zusätzlichem medizinischem
Personal verstärkt. Probleme gibt es an dem einzigen offenen
Grenzübergang Griechenlands zu den anderen Staaten Südosteuropas bei
Kulata/Promachonas: Am dritten Tag in Folge ist es am Mittwoch an
dieser zu einem Verkehrschaos gekommen. Tausende Urlauber aus
Bulgarien, Rumänien, Serbien, Nordmazedonien sowie osteuropäischen
Staaten warteten in kilometerlangen Staus, um nach Griechenland zu
kommen. Alle anderen Grenzübergänge Griechenlands zu Albanien und
Nordmazedonien sowie der Türkei sind wegen der Coronapandemie
geschlossen; darunter ist auch der meistbenutzte Grenzübergang
Evzonoi/Bogorodica der wichtigen Nord-Süd-Verkehrsachse des Balkan
(die E-75 Autobahn) zwischen Nordmazedonien und Griechenland.

NIEDERLANDE - REISEHINWEIS: Der Holland-Urlaub wird wieder möglich -
aber nicht ohne Einschränkungen. Urlaubsunterkünfte sollten unbedingt
vorab reserviert werden, heißt es in den amtlichen Mitteilungen für
ausländische Touristen. Stufenweise öffnen Bungalowparks, und es
werden auch wieder Ferienhäuser vermietet. Seit dem 1. Juni können
sie jeweils von mehreren Familien gemeinsam genutzt werden. Seit
Montag sollen auf Campingplätzen und in Ferienparks Duschen und WCs
wieder zur Verfügung stehen; bisher war dies erst für den 1. Juli
vorgesehen. Seit dem 1. Juni empfangen die Museen wieder Besucher -
vorausgesetzt, sie melden sich vorher online an.

LUXEMBURG - REISEHINWEIS: Luxemburg ist laut Auswärtigem Amt
vergleichsweise stark vom Coronavirus getroffen worden. Zwischen
Luxemburg und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt. Auch
Durchreisen sind möglich. Das öffentliche Leben von Restaurants über

Kulturveranstaltungen findet wieder statt - jedoch unter den
allgemeinen Hygieneauflagen. Dazu zählt auch das Tragen einer Maske
etwa im öffentlichen Nahverkehr, in Supermärkten oder Museen.

BELGIEN - REISEHINWEIS: Wie mehrere europäische Länder kehrt auch
Belgien Mitte des Monats ein Stück weit zur Reise-Normalität zurück.

Seit Montag öffnet das Land seine Grenzen für Reisende aus 31
europäischen Ländern. Schon seit längerem dürfen Belgier zumindest

wieder Besuch von Verwandten aus dem Ausland empfangen. Zudem dürfen
sie selbst zu Verwandten oder zum Einkaufen in Nachbarländer wie
Deutschland oder die Niederlande fahren. Mittlerweile haben auch
Restaurants, Cafés und Bars wieder den Betrieb aufgenommen.

DÄNEMARK - REISEHINWEIS: Als eines der ersten Länder Europas hatte
Dänemark im Kampf gegen Corona am 14. März seine Grenzen
dichtgemacht. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten
Einreisegrund kommen seitdem nicht mehr ins Land. Nun hat Dänemark
seine Grenzen am Montag zumindest wieder für Touristen aus
Deutschland, Island und Norwegen geöffnet. Bedingung ist, dass sie
mindestens sechs Übernachtungen gebucht haben. Wer als Deutscher ein
Sommerhaus in Dänemark besitzt oder seinen Partner in dem Land
besuchen will, darf bereits seit Ende Mai wieder einreisen. Einwohner
Schleswig-Holsteins dürfen seit Montag ohne triftigen Einreisegrund
über die Grenze nach Dänemark fahren.

ISLAND - REISEHINWEIS: Die stark vom Tourismus abhängige Insel im
Nordatlantik gibt Urlaubern seit Montag die Möglichkeit, sich direkt
bei der Einreise auf Corona testen zu lassen. Damit will die
isländische Regierung internationalen Touristen eine Alternative zur
seit April vorgeschriebenen 14-tägigen Quarantäne nach der Ankunft
geben. Island-Reisende können auch mit der Vorlage von
Gesundheitsunterlagen am Flughafen nachweisen, coronafrei zu sein.
Kinder sind von den Tests ausgenommen.

TÜRKEI - REISEWARNUNG: Für die Türkei als Nicht-EU-Staat gilt die
Reisewarnung des AA bis 31. August. Das Land hofft, dass diese
Reisewarnung bald aufgehoben wird. Das drittbeliebteste Urlaubsland
der Deutschen wird derzeit aber als Corona-Risiko-Gebiet eingestuft,
die Aufhebung der Reisewarnung ist damit unwahrscheinlich. Flughäfen
und Hotels bereiten sich auf ausländische Touristen vor. Die
Einrichtungen müssen sich an zahlreiche Richtlinien halten, an
Stränden etwa gilt ein Sicherheitsabstand, am Pool gibt es nur
abgepackte Handtücher, und in Flughäfen und Hotels werden
Wärmebildkameras eingesetzt. Die Regierung hat ein
Zertifikationsprogramm entwickelt, an dem sich Gastronomen und Hotels
freiwillig beteiligen können. Auch deutsche Firmen wie der Tüv Süd
stellen Inspektoren.

ZYPERN - REISEHINWEIS: Zypern hat seine Flughäfen für Touristen aus
einigen Ländern geöffnet. Urlauber aus Deutschland und zwölf anderen

Staaten können ohne Quarantänepflicht auf die Insel fliegen. Es gibt
lediglich eine Bedingung für die Einreise: Bis zum 20. Juni müssen
die Gäste sich vor der Einreise einem Corona-Test unterziehen. Danach
dürfen Touristen und andere Reisende aus Deutschland, Österreich,
Malta, Griechenland, Israel, Bulgarien, Finnland, der Slowakei,
Slowenien, Litauen, Norwegen, Dänemark und Ungarn frei einreisen.
Sollten Reisende während ihres Aufenthalts auf Zypern an den Folgen
einer Coronavirus-Infektion erkranken, will die Regierung der
Inselrepublik nach eigener Aussage die Kosten übernehmen.

RUMÄNIEN - REISEHINWEIS: Seit Montag hat Rumänien die
Einreiseauflagen für Bürger mehrerer EU-Länder, darunter Deutsche,
gelockert. Bürger aus Ländern mit geringer Corona-Infektionsrate
dürfen auf dem Landweg einreisen, falls sie keine Covid-19-Symptome
aufweisen. Die Einreise per Flugzeug ist nur rumänischen
Staatsbürgern gestattet sowie Ausländern mit Aufenthaltsgenehmigung
in Rumänien. Ausländer sind auch von der bisherigen Pflicht zur
häuslichen Isolation nach der Einreise befreit worden. Hotels sind in
Betrieb. Unter freiem Himmel ist Gastronomie erlaubt, mit einem
Mindestabstand zwischen den Tischen. Der gilt auch für Liegestühle
und Sonnenschirme an den Schwarzmeerstränden. Beim Betreten
geschlossener öffentlicher Räume - zum Beispiel von Geschäften und
Museen - besteht Maskenpflicht.

UNGARN - REISEHINWEIS: Deutsche Urlauber können seit dem 7. Juni ohne
Einschränkungen in Ungarn einreisen. Das Land war von der Pandemie
nur mäßig betroffen. Die Lage normalisiert sich zusehends. Viele
Hotels haben wieder geöffnet, ebenso Restaurants und Bars. Letztere
müssen allerdings nachts früher schließen als sonst. In öffentliche
n
Verkehrsmitteln, Taxis und Geschäften gilt eine Maskenpflicht.
Außerdem sind Abstandsregeln zu beachten.

SLOWAKEI - REISEHINWEIS: Deutsche können seit dem 10. Juni ohne
Einschränkungen in die Slowakei einreisen. Das Land war vom
Coronavirus kaum betroffen. Eine Einreise aus Deutschland ist laut
Auswärtigem Amt ohne jegliche Einschränkungen möglich. Das gilt auch

für Transitreisen etwa nach Österreich, Ungarn oder Tschechien.
Lediglich an der Grenze zu Polen und der Ukraine gelten andere
Regeln. Wer aus diesen Ländern einreist, fällt weiterhin unter die
Quarantäneregelungen der slowakischen Regierung. Im Land selbst ist
die touristische Infrastruktur weitgehend wieder geöffnet. In
geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht.

KROATIEN - REISEHINWEIS: Das stark vom Tourismus abhängige Land an
der Adria mit seiner langen Küste und den vielen Inseln kann es kaum
erwarten, dass die europäischen Grenzen endlich aufgehen. Kroatien
erlaubt Bundesbürgern wieder die Einreise ohne Nachweis von Gründen.
Die Lockerung betrifft auch die Bürger neun weiterer EU-Staaten:
Österreich, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Litauen,
Lettland und Estland. Reisende aus diesen Ländern müssen künftig an
der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie
sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es
in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt.

SLOWENIEN - REISEHINWEIS: Das EU-Land zwischen Alpen und Adria lässt
seit dem 8. Juni Reisende aus Deutschland und 16 anderen europäischen
Ländern ohne Auflagen einreisen. Wer dort Urlaub machen will, muss
nicht einmal mehr eine Buchungsbestätigung vorlegen. Darüber hinaus
können Bürger aus diesen sowie anderen Ländern im Transit durch das
kleine Land reisen. Slowenien dient jenen Urlaubern aus Deutschland
als Durchreiseland, die mit dem eigenen Wagen nach Kroatien fahren.
Es verfügt selbst über einen 46 Kilometer langen Abschnitt an der
Adria mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Seit dem 1.
Juni sind wieder alle Hotels geöffnet.

TSCHECHIEN - REISEHINWEIS: Das Land der Burgen und Schlösser hat
seine Grenzen bereits für Bürger aus Deutschland, Österreich, der
Slowakei und Ungarn geöffnet. Seit Montag gilt das für Bürger fast
aller EU-Staaten, der Schweiz und Liechtenstein. Das Einreiseverbot
bleibt für Reisende mit Wohnsitz in Belgien, Portugal,
Großbritannien, Schweden sowie der polnischen Woiwodschaft Schlesien
bestehen. Diese Territorien werden als Risikogebiete für eine
Coronavirus-Infektion angesehen. Die monatelang menschenleere Prager
Altstadt füllt sich allmählich wieder mit Leben. Mehrtägige
Hotelgäste belohnt die Hauptstadt mit kostenlosen Kulturgutscheinen.

BULGARIEN - REISEHINWEIS: Das Urlaubsland am Schwarzen Meer rüstet
sich für eine Sommersaison unter Corona-Auflagen. Seit 1. Juni ist
Deutschen die Einreise nach Bulgarien ohne Quarantäne wieder
gestattet. Bulgarien gehört zu den Ländern, die relativ gering von
der Coronavirus-Pandemie betroffen sind. An den langen Badestränden
stehen die Liegestühle bereits in großen Abständen. Dosierspender mit

Desinfektionsmitteln sowie Isolierräume für Coronavirus-Fälle sollen

zum Standard gehören. In dem Balkanland sind Restaurants, Cafés,
Museen, Kinos sowie Fitnesszentren und Shoppingmalls wieder geöffnet.

POLEN - REISEHINWEIS: Seit dem 13. Juni hat das Land seine Grenzen zu
allen EU-Nachbarländern wieder geöffnet. Einreisende EU-Ausländer und

Polen müssen nicht mehr in Quarantäne. Hotels, Einkaufszentren sowie
Restaurants und Cafés sind mittlerweile wieder geöffnet. Das gleiche
gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Schwimmbäder und
Fitnessstudios dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Ab dem 22. Juni
soll der EC zwischen Berlin und Warschau wieder kursieren. Das Verbot
der polnischen Regierung für internationale Flüge ist mittlerweile
aufgehoben. Die polnische Fluglinie Lot fliegt aber erst ab dem 1.
Juli wieder Ziele im Ausland an.

ÄGYPTEN - TEILREISEWARNUNG: Das nordafrikanische Land hat das Virus
längst nicht überstanden. Die Corona-Neuinfektionen stiegen zuletzt
deutlich an, die Bundesregierung schätz Ägypten als Risikogebiet ein.
Ab 1. Juli will das Land trotzdem einige Urlaubsorte wieder für
Touristen öffnen. Darunter sind der Süd-Sinai und das Rote Meer, wo
auch die Badeorte Hurghada und Scharm el Scheich liegen. Rund 230 von
1400 Hotels haben bisher ein Zertifikat erhalten, das ausreichende
Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln zur Eindämmung der Pandemie
bescheinigt. Sie dürfen seit 1. Juni bei halber Belegung bereits
einheimische Touristen empfangen. Ab 1. Juli sollen die Flughäfen
außerdem wieder öffnen. Dort wird bei Reisenden unter anderem
Temperatur gemessen, auch ihr Gepäck wird desinfiziert.