E-Sport-Studie: Gamer sind oft äußerst nachtaktiv

12.02.2020 14:38

Köln (dpa) - E-Sportler in Deutschland gehören einer Untersuchung
zufolge oft zu den besonders nachtaktiven Menschen - und das hat
Konsequenzen. «Da haben wir ein Leck, ein Defizit oder Problem
erkannt, gerade unter dem Aspekt Regeneration und Erholung», sagte
der Leiter der eSport-Studie, Ingo Froböse, am Mittwoch in Köln. Die
Untersuchung ergab unter anderem, dass rund die Hälfte der Befragten
am Wochenende erst zwischen 1 und 5 Uhr ins Bett gehen. Dafür stehen
sie später auf. «Das hat natürlich biorhythmische Konsequenzen, die
mit der Regeneration, der Erholungsfähigkeit zu unserem Leben nicht
so passt», warnte Froböse.

Für die Studie hatte die Deutsche Sporthochschule Köln in Kooperation
mit der AOK Rheinland/Hamburg E-Sportler befragt, also Menschen, die
am Computer oder an der Konsole gegeneinander Wettkämpfe ausfechten.
Viele davon sind international unterwegs und spielen wegen der
Zeitverschiebung zu Asien oder den USA online in der Nacht.

Die Studie kommt zugleich zu dem Schluss, dass E-Sportler bei Stress
und Wohlbefinden «erfreulicherweise weniger Probleme als erwartet»
haben. Mit vielen Klischees über Gamer müsse aufgeräumt werden. Sie
seien im Durchschnitt normalgewichtig und nicht sonderlich
bewegungsfaul. Rund 80 Prozent der Befragten erfüllten die
Bewegungsempfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.