Ausgehverbot: Erstmals Stadt außerhalb Hubeis wegen Virus stillgelegt

02.02.2020 09:04

Peking (dpa) - Erstmals seit Ausbruch des Lungenkrankheit in China
ist auch eine Millionenmetropole außerhalb der schwer betroffenen
Provinz Hubei stillgelegt worden. Für die neun Millionen Bewohner von
Wenzhou wird auch beschränkt, wie oft sie vor die Tür gehen dürfen.
Jede Familie könne ein Mitglied auswählen, das alle zwei Tage zum
Einkaufen könne, teilte die Stadtregierung am Sonntag mit. «Andere
sollten grundsätzlich nicht das Haus verlassen.» Wenzhou liegt mehr
als 800 Kilometer östlich vom Ursprungsort der Epidemie in Wuhan.

Der öffentliche Nahverkehr wurde stillgelegt, ebenso der
Überlandverkehr mit Bussen in andere Regionen. An 46 Bezahl- und
Kontrollstellen der Zufahrtsstraßen zu der Metropole wurde der
Straßenverkehr vorübergehend gesperrt. Nur neun bleiben geöffnet.
Schulen und Universitäten bleiben vorerst geschlossen. Mit 661
Erkrankten hat die Provinz Zhejiang, in der Wenzhou liegt, nach der
Provinz Hubei die zweithöchste Zahl von nachgewiesenen Virusfällen.

Ausnahmen von dem grundsätzlichen Ausgehverbot gelten nur für die
medizinische Versorgung und Aufgaben zur Eindämmung und Vorbeugung
gegen die Lungenkrankheit.