Depression - Symptome bei Kindern und Teenagern

03.02.2020 05:00

Stuttgart (dpa/lsw) - Fachärzte können die Anzeichen einer Depression
bei Kindern und Jugendlichen oft erkennen. Für Eltern, Lehrer oder
Erzieher ist das nicht immer einfach. Denn vorübergehende Symptome
wie Traurigkeit und Niedergeschlagenheit sind zum Beispiel auch ein
Teil der Pubertät. Die Deutsche Depressionshilfe listet
Besonderheiten in der Symptomatik nach Altersgruppen auf:

Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren:

Vermehrtes Weinen, ausdrucksarmes Gesicht, erhöhte Reizbarkeit,
überanhänglich, Kind kann schlecht alleine sein, selbststimulierendes
Verhalten wie Schaukeln des Körpers oder exzessives Daumenlutschen,
Teilnahmslosigkeit, Spielunlust oder auffälliges Spielverhalten,
gestörtes Essverhalten, Schlafstörungen

Vorschulalter von drei bis sechs Jahren:

Trauriger Gesichtsausdruck, verminderte Gestik und Mimik, leicht
irritierbar, stimmungslabil, auffällig ängstlich, mangelnde
Fähigkeit, sich zu freuen, Teilnahmslosigkeit und Antriebslosigkeit,
introvertiertes Verhalten, vermindertes Interesse an motorischen
Aktivitäten, innere Unruhe und Gereiztheit, unzulängliches oder auch
aggressives Verhalten, Ess-und Schlafstörungen

Schulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren:

Verbale Berichte über Traurigkeit, Denkhemmungen,
Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisstörungen,
Schulleistungsstörungen, Zukunftsangst, Ängstlichkeit, unangemessene
Schuldgefühle und unangebrachte Selbstkritik, psychomotorische
Hemmung wie langsame Bewegungen und eine in sich versunkene Haltung,
Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Suizidgedanken

Pubertäts-und Jugendalter von 13 bis 18 Jahren:

Vermindertes Selbstvertrauen, Selbstzweifel, Ängste, Lustlosigkeit,
Konzentrationsmangel, Stimmungsanfälligkeit, tageszeitabhängige
Schwankungen des Befindens, Leistungsstörungen, das Gefühl, sozialen
und emotionalen Anforderungen nicht gewachsen zu sein, Gefahr der
Isolation und des sozialen Rückzugs, psychosomatische Beschwerden wie
Kopfschmerzen, Gewichtsverlust, Schlafstörungen und Suizidgedanken