Gegenwind für Johnson bei Ortstermin im Krankenhaus

18.09.2019 18:19

London (dpa) - Der britische Premierminister Boris Johnson muss
derzeit einiges einstecken. Bei einem Ortsbesuch in einem Londoner
Krankenhaus am Mittwoch stellte ihn der Vater eines erkrankten Kindes
zur Rede. «Es gibt nicht genug Ärzte, es gibt nicht genug
Krankenschwestern, es ist nicht gut organisiert», sagte der Mann zu
Johnson, wie in einem Video auf den Webseiten britischer Medien zu
sehen war. Der nationale Gesundheitsdienst sei zerstört worden. «Und
Sie kommen hierher für eine PR-Gelegenheit?», rief der Mann
aufgebracht.

«Hier ist eigentlich keine Presse», entgegnete Johnson. Doch das
machte den Mann noch wütender. «Was meinen Sie damit, hier ist keine
Presse?», rief er und deutete in Richtung der laufenden Kamera,
während im Hintergrund das Klicken von Fotoapparaten zu hören war.

Der Mann gab sich später auf Twitter als Labour-Aktivist zu erkennen.
Seine sieben Tage alte Tochter sei am Abend zuvor schwer krank
dorthin eingeliefert worden, erklärte er. Trotzdem habe sich
stundenlang kein Arzt um sie gekümmert.





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