Patient auf Sonderisolierstation gebracht - Entwarnung

11.07.2019 20:16

Berlin (dpa/bb) - Wegen des Verdachts auf eine ansteckende Krankheit
ist die Feuerwehr in eine Klinik in Berlin-Friedrichshain gerufen
worden. Ein Patient wurde am Donnerstagnachmittag von dort mit einem
für solche Fälle ausgestatteten Spezial-Rettungswagen auf die
Sonderisolierstation des Virchow-Klinikums der Charité in Mitte
gebracht. 24 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen, sagte eine
Feuerwehrsprecherin. Einsatzkräfte trugen demnach Körperschutzanzüge,

um sich vor einer möglichen Infektion zu schützen.

Am Abend gab eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung Entwarnung:
«Der Patient ist nicht wie befürchtet am Krim-Kongo-Fieber erkrankt.»

Er werde weiter untersucht und behandelt. Zunächst war nur vom
Verdacht auf eine «infektiöse Erkrankung» die Rede gewesen. Der
zuständige Amtsarzt habe «aus Sicherheitsgründen» die Überführu
ng in
die Sonderisolierstation veranlasst. Der Verdachtsfall sei wie
vorgeschrieben dem Robert Koch-Institut gemeldet worden.

Das sogenannte Krim-Kongo-Fieber gehört wie Ebola zu den
Viruserkrankungen, die - in schweren Fällen - mit Blutungen
einhergehen können. Es kommt in vielen Ländern Afrikas, Asiens und
auch in manchen europäischen Ländern vor. In Deutschland tritt es
nicht auf. Es sind allerdings zum Beispiel aus dem Jahr 2009 zwei
importierte Fälle bekannt. Die Patienten hatten sich in Afghanistan
und der Türkei angesteckt.