Merkel absolviert Begrüßung nach Zitteranfällen teilweise im Sitzen

11.07.2019 12:47

Berlin (dpa) - Nach mehreren Zitteranfällen bei der Begrüßung
ausländischer Regierungschefs hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das
Zeremoniell am Donnerstag teilweise im Sitzen absolviert. Sie und die
dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen saßen beim Abspielen
der Nationalhymnen auf Stühlen mit weißem Stoffbezug. Diese standen
auf einem kleinen Podest vor dem Kanzleramt, von dem aus die
Kanzlerin und ihr jeweiliger Gast die Nationalhymnen normalerweise im
Stehen anhören.

Merkel zeigte diesmal kein Zittern. Die Kanzlerin, die einen weißen
Blazer und eine schwarze Hose trug, hatte während des Abspielens der
Hymnen die Hände auf dem Schoß liegen. Anschließend schritt sie
zusammen mit Frederiksen die Front der angetretenen Soldaten ab.

Beim Abspielen der Nationalhymnen hatte Merkel zuletzt am Mittwoch
einen Zitteranfall erlitten, als sie den finnischen Regierungschefs
Antti Rinne mit militärischen Ehren empfing. Anschließend versicherte
sie, es gehe ihr gut: «Man muss sich keine Sorgen machen.»

Erstmals hatte die Kanzlerin Mitte Juni beim Empfang des neuen
ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj heftig gezittert. Wenige
Tage später erlitt sie bei der Ernennung der neuen Justizministerin
Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter
Steinmeier im Schloss Bellevue erneut einen solchen Anfall.