Suchtgefährdete Arbeitnehmer fehlen deutlich häufiger bei der Arbeit

04.06.2019 03:07

Stuttgart (dpa/lsw) - Arbeitnehmer mit einem problematischen Tabak-
oder Alkoholkonsum fehlen deutlich häufiger im Job als Beschäftigte
mit unbedenklichem Konsum. Zu diesem Ergebnis kommt die Krankenkasse
DAK-Gesundheit in einer Studie, die sie am Dienstag (11.00 Uhr) in
Stuttgart vorstellt. Der Krankenstand von Erwerbstätigen mit einer
sogenannten Substanzstörung, also einem problematischen Konsum von
Alkohol oder Tabak, sei mehr als doppelt so hoch, so die Studie.

Besonders aufgrund psychischer Diagnosen haben die Betroffenen
wesentlich mehr Fehltage als Beschäftigte ohne Substanzstörungen.
Aber auch wegen anderer Diagnosen, wie etwa Rückenschmerzen, werden
die Betroffenen häufiger krank geschrieben. Hinzu kommt, dass die
Beschäftigten unkonzentrierter bei der Arbeit seien und häufiger zu
spät kämen.

Für die Untersuchung hat die Krankenkasse unter anderem die Daten von
293 100 Versicherten im Südwesten ausgewertet, 1084 Beschäftigte im
Land befragt und Experteninterviews geführt.