Minister will Umwelt mit moderner Technik verbessern

11.04.2019 13:23

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt (CDU) setzt
beim Klima- und Naturschutz große Hoffnungen auf die Digitalisierung.
Leichtere Maschinen etwa verringerten in der Landwirtschaft den
Bodendruck, Drohnen brächten Pflanzenschutzmittel zielgenau zu
einzelnen Pflanzen, zählte er bei einer Fachregierungserklärung zur
Umweltpolitik im Landtag in Dresden am Donnerstag auf. Moderne
Technik zur Früherkennung könne den Einsatz von Arzneimitteln bei
Nutztieren verringern, spezifische Düngung dem Umwelt- und
Naturschutz helfen. In den vergangenen 30 Jahren habe sich die Umwelt
in Sachsen verbessert, «wie es 1989 kaum vorstellbar war», sagte er.

Die Linke-Umweltexpertin Jana Pinka nannte die Vorstellungen des
Ministers dagegen eine «Roboterlandschaft». Umweltpolitik sei
Handarbeit. Die Grundwasser-Verunreinigung etwa mit Nitrat gehe auf
die Kappe von Schmidts Partei CDU, die das Landwirtschaftsministerium
seit 1990 führe, sagte sie während der Debatte. Dem Birkhuhn sowie
auch diversen Insekten sei es zu DDR-Zeiten besser gegangen.

Der Minister habe die Dramatik das Insektensterben nicht genügend
thematisiert, kritisierte der Umweltsprecher der Grüne-Fraktion,
Wolfram Günther. Fast ein Viertel des Grundwassers sei zu stark mit
Nitrat belastet. Der ökologische Landbau habe sich zwar positiv
entwickelt, sei mit 6,4 Prozent allerdings auf niedrigem Niveau. Das
Land sei einer der größten CO2-Verursacher Europas.