Beginn der Zecken-Saison: FSME-Risiko vor allem im Saar-Pfalz-Kreis

09.04.2019 05:00

Saarbrücken (dpa/lrs) - Mit dem Frühlingswetter beginnt auch wieder
die Zecken-Saison: Nach Informationen des Robert Koch-Instituts (RKI)
gab es auch im Saarland schon die ersten Infektionen mit Borreliose,
eine der beiden gefährlichsten Krankheiten, die von Zeckenbissen
übertragen werden. Solche Infektionen könnten eigentlich das ganze
Jahr über vorkommen, sagt Susanne Glasmacher vom RKI. «Sobald das
Thermometer über 8 Grad klettert, werden die Zecken auch aktiv.» Wenn
die Zahl der Zeckenbisse im Frühjahr ansteige, hänge das nicht nur
mit den wärmeren Temperaturen zusammen, sondern auch damit, dass die
Menschen kürzere Kleidung trügen und mehr draußen seien.

Neben Borreliose wird auch Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) von
Zecken übertragen - und bei der Verbreitung dieses Erregers kommt es
stark auf die Region an. Warum genau manche Regionen stärker
betroffen sind, könne man nicht genau erklären, sagt Glasmacher. Im
Saarland besteht vor allem im Saar-Pfalz-Kreis ein erhöhtes
FSME-Risiko. Laut RKI gab es in den vergangenen Jahren landesweit
aber nie mehr als zwei oder drei dieser Infektionen, auch in diesem
Jahr noch keine.