Mecklenburger haben mehr Fehlzeiten im Job als der Bundesdurchschnitt

03.04.2019 15:38

Schwerin (dpa/mv) - Berufstätige in Mecklenburg-Vorpommern fehlen bei
der Arbeit häufiger als in anderen Bundesländern. Von den
Versicherten der KKH Kaufmännische Krankenkasse waren im vergangenen
Jahr 6 Prozent mindestens einmal krankgeschrieben, wie die Kasse am
Mittwoch mitteilte. Deutschlandweit liege der Krankenstand der
Versicherten der KKH bei 5 Prozent. Die meisten Fehlzeiten im Job
hatten den Angaben zufolge die Berufstätigen in Sachsen-Anhalt mit
6,4 Prozent.

Häufigste Ursache für Krankmeldungen im Nordosten sei die extreme
Grippewelle 2018 gewesen. 27,9 Prozent der Diagnosen waren grippale
Infekte und andere Atemwegskrankheiten, hieß es. An zweiter Stelle
stünden Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems. Wie die Krankenkasse
weiter mitteilte, sind Frauen häufiger krank als Männer. Auch steigen
demnach die Fehlzeiten, je älter der Arbeitnehmer wird.

Bei der Länge der Fehlzeiten liegt Mecklenburg-Vorpommern laut KKH
mit durchschnittlich 14,5 Tagen nur minimal über dem
Bundesdurchschnitt von 14,4 Tagen. Die meisten Fehltage hätten die
Arbeitnehmer im Saarland mit 16,9 Tagen.

Die KKH Kaufmännische Krankenkasse zählt bundesweit 1,7 Millionen
Versicherte, davon rund 47 000 in Mecklenburg-Vorpommern.