Mehr Organspender im Südwesten

11.01.2019 15:15

Stuttgart/Frankfurt (dpa/lsw) - Im Südwesten haben im vergangenen
Jahr wieder deutlich mehr Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet.
Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) zählte 126
Organspender, zwischen 2013 und 2017 wurden sonst immer rund 100
Spender erfasst. Auch die Zahl der gespendeten Organe stieg an - von
307 im Jahr 2017 auf 418 im vergangenen Jahr. Die Zahl der
Organspender in Baden-Württemberg ist damit zwar zuletzt angestiegen,
liegt aber immer noch leicht unter den Werten von 2009 und 2010.

«Ich begrüße es sehr, dass sich die Organspenden im vergangenen Jahr

auch in Baden-Württemberg so positiv entwickelt haben», sagte
Landessozialminister Manne Lucha (Grüne). In ganz Deutschland stieg
die Zahl der Organspender auf 955 Menschen, das ist eine Steigerung
von rund 20 Prozent im Vergleich zu 2017, wie die DSO am Freitag in
Frankfurt mitteilte. Jeder Spender in Deutschland habe im
Durchschnitt drei schwerkranken Patienten eine neue Lebenschance
geschenkt, hieß es von der Stiftung.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) freute sich über die
Zunahme. «Endlich gibt es wieder mehr Organspender», sagte er der
Deutschen Presse-Agentur. Informationskampagnen zeigten Wirkung.
Aktuell stehen in Deutschland aber noch immer rund 9400 Patienten auf
den Wartelisten für eine Organtransplantation. Die Stiftung wertete
die Zahlen als «ersten Hoffnungsschimmer» für wartende Patienten.
Entscheidende Verbesserungen könnten die derzeit vom Bundestag
geplanten Reformen zur Organspende bringen.