Weniger Organspenden in Rheinland-Pfalz

11.01.2019 09:00

Frankfurt/Mainz (dpa/lrs) - Anders als im Bundestrend ist die Zahl
der Organspenden in Rheinland-Pfalz gesunken. 115 Organe wurden 2018
für eine Transplantation gespendet, 22 weniger als im Jahr zuvor, wie
die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Freitag in
Frankfurt mitteilte. Die Zahl der Spender ging binnen Jahresfrist
auch zurück - ebenfalls anders als im Bund -, jedoch nur um einen auf
37.

In Deutschland spendeten insgesamt 955 Menschen ein Organ, 158 mehr
als 2017. Es wurden 3113 Organe zur Verfügung gestellt, 519 mehr als
vor Jahresfrist.

Zuletzt hatte der Landtag in Mainz mit den Stimmen der
Ampel-Koalition und der oppositionellen CDU Mitte Dezember eine
Gesetzesnovelle verabschiedet, wonach nur qualifizierte Ärzte
Transplantationsbeauftragte in Krankenhäusern werden können. Sie
organisieren nach entsprechenden Schulungen in ihren jeweiligen
Häusern die Entnahme von Organen und betreuen Angehörige. Die Novelle
setzt auch Mindeststandards für die Freistellung dieser Beauftragten
fest, um sie in ihrer Arbeit zu unterstützen.