EU-Minister wollen im Dezember über Afrikanische Schweinepest beraten

28.11.2018 18:19

Schwerin/Brüssel (dpa/mv) - Die Minister für Umwelt, Landwirtschaft,
und Verkehr der EU-Länder sollen am 19. Dezember in Brüssel über
Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest
beraten. Das teilte Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till
Backhaus (SPD) am Mittwoch nach der Sitzung des Landeskabinetts in
Brüssel mit. Dort habe er mit dem EU-Kommissar für Gesundheit und
Lebensmittelrecht, Vytenis Andriukaitis, gesprochen. Die Ausbreitung
der Afrikanischen Schweinepest ist nach Ansicht des Ministers
menschengemacht. Daher müssten nicht nur die Umwelt- und
Landwirtschaftsminister weitere Schritte beraten, sondern auch die
zuständigen Behörden für Transport, Verkehr, Inneres und
Grenzkontrollen. Ebenso wichtig seien Aufklärungs- und
Informationskampagnen sowie Wildschwein-Management-, Forst- und
Jagd-Strategien.  

Deutschland sei nach dem Auftreten der Schweinepest in Belgien nun
von betroffenen Regionen umgeben, was einen Ausbruch in Deutschland
wahrscheinlicher mache, sagte Backhaus. Andriukaitis sagte, er sei
mit Moldawien, Russland, der Ukraine und auch mit China im Gespräch
über Möglichkeiten, die Schweinepest einzudämmen. Auch versuche die

Kommission, mit diesen Ländern eine gemeinsame Forschung für einen
Impfstoff voranzutreiben.