Einnahmen der niedergelassenen Ärzte

10.10.2012 13:38

Berlin (dpa) - Das monatliche Nettoeinkommen der Kassenärzte von
gesetzlichen und privaten Kassen beträgt im Durchschnitt 5442 Euro.
Einem Allgemeinmediziner blieben nach den jüngsten Zahlen der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Schnitt 5018 Euro pro
Monat, einem Orthopäden 6344 Euro, einem Psychotherapeuten dagegen
nur 2658 Euro.

Die Unterschiede zwischen den Arztgruppen werden auch deutlich,
wenn man das Honorar für Behandlung und Diagnose bei gesetzlich
Versicherten betrachtet. Hier sind die Labormediziner Spitzenreiter.
Sie erzielten nach den jüngsten KBV-Zahlen im ersten Halbjahr 2011
pro Quartal einen Honorarumsatz von rund 230 000 Euro, gefolgt von
Nierenspezialisten mit 224 000 Euro.

Strahlenmediziner, Humangenetiker, Fachärzte für Innere Medizin
mit bestimmten Schwerpunkten und Radiologen folgen mit Werten
zwischen 199 000 und 93 000 Euro. Kinder- und Jugendpsychiater
erzielten 65 000 Euro Umsatz, Augenärzte 60 000, Chirurgen 57 000,
Orthopäden 56 000, Hausärzte 52 000 und Gynäkologen 47 000 Euro.

Nach der jüngsten amtlichen Statistik lagen die Allgemeinmediziner
mit einem durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen von 116 000 Euro
am unteren Ende beim Ärzteverdienst. Diese Erhebung des Statistischen
Bundesamts zur Situation in Einzelpraxen im Jahr 2007 berücksichtigt
die gesamten Einnahmen aus den gesetzlichen und privaten Kassen
abzüglich der Praxisaufwendungen, aber vor Steuern und Abgaben.

Spitzenreiter sind hier Radiologen mit 264 000 Euro. Im Mittelfeld
liegen etwa Hals-Nasen-Ohren-Ärzte (144 000 Euro), Frauenärzte
(145 000 Euro), Chirurgen (148 000 Euro), Hautärzte (155 000 Euro)
und Internisten (158 000 Euro).

Von 2003 bis 2007 wuchs das Durchschnittseinkommen aller Ärzte von
126 000 auf 142 000 Euro. Laut Spitzenverband der Krankenkassen stieg
der jährliche Ertrag 2011 auf 165 000 Euro. Das Bundesamt erhebt die
Daten für 2011 derzeit.

Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung für die
vertragsärztliche Vergütung stiegen laut Bundesgesundheitsministerium
von 33 Milliarden Euro 2010 auf 33,7 Milliarden 2011.