DAK-Insolvenz? - DAK dementiert und verweist auf Überschuss
DAK widerspricht Pleite-Gerüchten
Die DAK sei finanziell angeschlagen, so ein Bericht der Financial Times Deutschland vom 8. Juni 2010. Mit Berufung auf andere Krankenkassen berichtet das Blatt weiter, dass einige Ersatzkrankenkassen bereits die finanziellen Folgen ausrechneten, die durch eine DAK-Insolvenz auf sie zukommen würden. Die DAK dementierte die Insolvenz-Gerüchte sofort.
Krankenkassen der gleichen Kassenart werden durch eine Kassenpleite besonders belastet. Hauptbetroffene einer Insolvenz der DAK wären daher große Krankenkassen wie die Barmer GEK oder die Techniker Krankenkasse (TK). "Angesichts der drohenden Risiken wäre es betriebswirtschaftlich fahrlässig, wenn wir uns nicht über eine Insolvenz der DAK Gedanken machen würden", zitiert die Financial Times Deutschland eine Sprecherin der Techniker Krankenkasse. Laut einer internen Rechnungsvorlage könnte eine DAK-Insolvenz die Ersatzkassen bis zu 600 Millionen Euro kosten. Für Haftungsverpflichtungen aus der Schließung oder Insolvenz einer Krankenkassen müssen zunächst die Kassen derselben Kassenart aufkommen. Erst ab bestimmten Überforderungsgrenzen müssen alle gesetzlichen Kassen für die anfallenden Kosten aufkommen.
Unterdessen hat die DAK Insolvenz-Gerüchte zurückgewiesen und als absichtliche Fehlinformationen konkurrierender Krankenkassen beklagt. "Dies ist ein durchsichtiger Versuch von Mitbewerbern, der DAK Schaden zuzufügen", kommentiert der DAK-Pressesprecher Jörg Bodanowitz die Gerüchte über eine DAK-Insolvenz.
Klar widersprochen wurde der Behauptung es drohe für die Jahre 2010 in Höhe von 200 und für 2011 in Höhe von 800 Millionen Euro. Nach Auskunft der DAK fuße der Haushalt auf einer soliden Basis. Dabei verwies Bodanowitz auf einen Überschuss von 31 Millionen, den die DAK im ersten Quartal 2010 erwirtschaftet habe. „Diese positive Entwicklung macht deutlich, dass die Entscheidung, einen Zusatzbeitrag zu erheben, richtig und verantwortungsvoll war. Andere Kassen zögern wegen kurzfristiger Wettbewerbsvorteile diese notwendige Entscheidung hinaus".
Die DAK war eine der ersten Krankenkassen, die 2010 einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern erhoben hat. Dem vorausgegangen war ein Defizit von 223 Millionen Euro im Jahr 2009. Dem Zusatzbeitrag folgte eine Austrittswelle, die die DAK wohl bis zu 200000 Mitglieder gekostet hat. Offizielle Zahlen der DAK gibt es hierzu nicht. Zusätzlich belastet werden die gesetzlichen Krankenkassen durch die strukturelle Unterfinanzierung des Gesundheitssystems. Nach Schätzung des Bundesgesundheitsministeriums wird der Gesundheitsfonds im Jahr 2011 eine Deckungslücke von wenigstens 11 Milliarden Euro aufweisen.






























