Gesetzliche Krankenkassen – Tarifvergleich
Private Krankenversicherung

Krankenkassen-Insolvenz: Keine heile Welt für Versicherte

Bundesgesundheitsminister Bahr beruhigt, City BKK-Patienten zahlen drauf

Während Bundesgesundheitsminister Bahr den noch 80.000 Versicherten der BKK für Heilberufe einen problemlosen Krankenkassenwechsel im Falle einer Insolvenz verspricht, kämpfen Berliner Ärzte und Patienten noch immer mit den Folgen der City BKK-Pleite.

Anders als von Politikern und Krankenkassenvorständen vorhergesagt, hätten in 1700 Fällen Versicherte der nicht mehr existierenden City BKK im 3. Quartal 2011 noch Leistungen bei Berliner Vertragsärzten in Anspruch genommen, ohne schon bei einer neuen Krankenkasse versichert zu sein, erklärte die Kassenärztliche Vereinigung Berlin heute. Leistungen, die nach dem 1. Juli für Versicherte der City BKK erbracht wurden, seien aber nicht mehr abrechnungsfähig.

Entsprechend einer Vereinbarung zwischen Kassenärztlicher Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband wurden die betroffenen Patienten behandelt und gebeten, im Laufe des Quartals den Nachweis ihrer neu gewählten Krankenkasse nachzureichen. Patienten, die immernoch nicht bei einer neuen Kasse versichert sind, werden jetzt wohl zunächst eine Privatrechnung ihres Arztes erhalten. Sie müssen jetzt ihr gesetzliches Versicherungsverhältnis schnellstens klären, um weiter problemlos in Behandlung gehen zu können.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht auch für die Wechselwelle nach einer eventuellen Schließung der BKK für Heilberufe schwarz. „Das wird nicht problemlos laufen", sagte er in der „Saarbrücker Zeitung". Auch nach den negativen Erfahrungen bei der Pleite der City BKK vor wenigen Monaten sei das System schlecht auf Kassenschließungen vorbereitet. „Bei den aufnehmenden Kassen wird es wieder so sein, dass man sich zuerst darum bemüht, die Jungen und Gesunden zu versichern".

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