Gesetzliche Krankenkassen – Tarifvergleich
Private Krankenversicherung

GKV-Spitzenverband

Gemeinsamer Spitzenverband vertritt seit Juli 2008 alle gesetzliche Krankenkassen

Mit der Gesundheitsreform 2007 wollte die Koalition auch die Verbandsstrukuren der Krankenkassen straffen und Bürokratie abbauen. Die ehemals sieben Spitzenverbände der Krankenkassen wurden in ihrer Funktion in der Selbstverwaltung von Kassen, Ärzten und Kliniken im Juli 2008 durch den neuen GKV-Spitzenverband ersetzt. Er vertritt die Kassen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) direkt und damit die Interessen von 70 Millionen Versicherten.

Der Verband gestaltet den Rahmen der Versorgung. Er verhandelt zum Beispiel mit Ärztevertretern über die Honorare der Mediziner, bestimmt die Obergrenze mit, bis zu der Krankenkassen Arzneimittel erstatten und setzt die Pflegereform mit um. Die Erstellung umfassender Statistiken und die Interessenvertretung gegenüber der Politik zählen zu weiteren Aufgaben.

Zum Start am 1. Juli hatte der Verband unter Vorsitz der 48-jährigen Volkswirtin Doris Pfeiffer 95 Mitarbeiter, etwa 50 weitere sollen dazukommen. Viele kommen von den alten Verbänden. Der einzelne Versicherte zahlt im Jahr 31 Cent für den Verband.

Sechs der ehemals sieben Spitzenverbände werden als spezielle Interessenvertretung etwa für Betriebs- oder Ortskrankenkassen ohne gesetzliche Aufgaben fortbestehen. Der Arbeiter- Ersatzkassen-Verband (AEV)löst sich hingegen zu Beginn des Jahres 2009 auf. Da sich die Mitgliedskassen GEK und HZK am 1. Juli 2008 vereinigten, wäre nur noch eine Kasse Mitglied im AEV.

Der AEV wurde 1938 unter dem Namen «Verband freier Krankenkassen» gegründet. Seit 1957 wird die Geschäftsführung des AEV vom Vorstand des Verbands der Angestellten-Kranken-Kassen VdAK übernommen. Die GEK erwägt, dem VdAK beizutreten.

dpa

Weitere Informationen:

Website des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen