Gesetzliche Krankenkassen – Tarifvergleich
Private Krankenversicherung

Reise-Schutzimpfungen

Urlauber müssen Schutzimpfungen häufig selber zahlen

Wenn weite Reisen in Angriff genommen werden, sollten sich Touristen über den entsprechenden Impfschutz informieren. Krankheiten wie Malaria, Hepatitis oder Tetanus sind keine Seltenheit bei Reisenden. Burkhard Rieke, Tropenmediziner vom Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf, empfiehlt, im Vorfeld zu einem entsprechend ausgebildeten Arzt zu gehen und sich beraten zu lassen.

Impfungen für den Urlaub werden den Experten zufolge allerdings nur selten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zwar gilt seit 2007 eine Schutzimpfungs-Richtlinie, die für 20 Krankheitsbilder Impfungen auf Kosten der Krankenkasse vorsieht. Risiken, die sich durch Urlaubsreisen ergeben, sind aber grundsätzlich ausgeschlossen. Dafür erlaubt die Richtlinie den Krankenkassen, freiwillig mehr zu leisten. Der Krankenkassen-Vergleichsrechner zeigt Ihnen, welche Anbieter Reise-Schutzimpfungen als Zusatzleistung anbieten.

Wenn Ihre Kasse nicht darunter ist, werden Sie für die Kosten selber aufkommen müssen. Diese seien unterschiedlich, erklärt Ute Arndt, Immunologin beim Deutschen Grünen Kreuz. So kostet der Injektionsimpfstoff von Typhus 32 Euro und hält drei Jahre. Für Tollwut muss der Reisende drei Spritzen, mit einem Abstand von jeweils einer Woche bekommen. Eine Dosis kostet 45 Euro. Die Cholera Impfung schützt zu 60 Prozent für drei Monate vor speziellen Erregern. Zwei Dosen, die im Abstand von einer bis sechs Wochen verabreicht werden müssen, kosten zusammen 50 Euro .

Über den Impfschutz hinaus, ist zu empfehlen, bestimmte Hygieneregeln zu beachten. Bei den meisten Krankheiten im Ausland ist die Wahrscheinlichkeit für Reisende realtiv gering, sich anzustecken. Es komme aber trotzdem manchmal vor, dass Touristen eine Krankheit mit nach Deutschland bringen. Dann bestehe das Risiko, dass Urlauber ungewollt Arbeitskollegen oder Familienmitglieder anstecken, warnt Ute Arndt vom Deutschen Grünen Kreuz. Darum sollten, schon um die Familie und Umgebung nicht zu gefährden, die nötigen Maßnahmen für den Urlaub getroffen werden.

Manche Länder legen auch Wert auf spezielle Impfungen bei bestimmten Nationalitäten. So müssen Deutsche, die in die USA einreisen, beispielsweise gegen Masern geimpft sein. «Deutschland ist berüchtigt für das Einschleppen von Masern», erklärt Arndt. Doch auch andere Gesundheitsrisiken seien nicht zu unterschätzen. «Urlauber sollten sich mindestens sechs Wochen vor der Reise informieren, weil es dauert, bis bestimmte Impfstoffe wirken», rät die Immunologin.

 

Weitere Informationen: