Persönliche Beratung
Nicht alle Krankenkassen haben Filialen mit direkten Ansprechpartnern
Viele Jahrzehnte über eine Selbstverständlichkeit: die persönliche Betreuung durch die Krankenkasse. Diese unterhielt im Idealfall eine Filiale in Fußnähe zur eigenen Wohnung, die man bei allen möglichen Fragen zu Krankheiten und Kassenleistungen aufsuchen konnte. Die dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kamen aus der Nachbarschaft, nahmen sich für jeden Besucher persönlich Zeit und konnten im Laufe einer langen Versichertenkarriere zu engen Vertrauten der Familie werden.
Diese Filialstruktur lässt sich heute kaum noch aufrechterhalten. Seit 1996 die freie Kassenwahl eingeführt wurde, konkurrieren immer mehr Anbieter um eine begrenzte Zahl von Kunden. Da bleibt es nicht aus, dass Büros einer Kasse im Zweifelsfall weiter entfernt liegen. Und der Wettbewerb bringt auch ganz neue Anbieter hervor, die komplett auf Filialen verzichten. Zu diesen so genannten „Direktkrankenkassen" nimmt man ausschließlich per Telefon, Internet oder Post Kontakt auf. Im Gegenzug für diese Einschränkung bieten Direktkassen meist günstigere Beiträge.
Wer Hotlines hasst und persönliche Ansprechpartner schätzt, ist bei einer regional verwurzelten Krankenkasse mit nahe gelegenen Filialen vermutlich am besten aufgehoben. Manche Kassen bieten darüber hinaus an, Versicherte persönlich zu Hause zu beraten oder im Notfall ins Krankenhaus zu kommen. Die Direktkassen versuchen dagegen, mit einem guten telefonischen Beratungsangebot zu punkten. Einige von ihnen bieten sogar einen Rund-um-die-Uhr-Service mit telefonischer Erreichbarkeit an sieben Tagen in der Woche.
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