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Private Krankenversicherung

Neue Methoden: PH-Selbsttest für Frauen

Modellvorhaben zur Vermeidung von Frühgeburten

Seit 2003 läuft ein Modellvorhaben zur Verhinderung von Frühgeburten. Gestartet wurde es von der Hamburg Münchener Krankenkasse (HMK) in Kooperation mit drei weiteren Ersatzkassen.  Überprüft werden soll, ob schwangere Frauen durch einen einfachen Selbsttest ihr Risiko für eine Frühgeburt deutlich senken können.

Frühgeborene weisen ein höheres Risiko auf, an schweren Krankheiten zu leiden oder nach der Geburt sogar zu versterben, als Babys, die planmäßig zur Welt kommen. Aus diesem Grund bemühen sich Ärzte, Frühgeburten zu vermeiden. Nachdem die Medizin bereits große Fortschritte auf diesem Gebiet gemacht hat, sehen die Forscher weiteres Potenzial in einem einfachen Test.

Schwangere Frauen sollen regelmäßig den pH-Wert in der Scheide messen um dadurch frühzeitig zu erkennen, ob die Gefahr einer bakterielle Vaginose (BV) besteht. Die Wissenschaftler vermuten, dass diese die wahrscheinlich wichtigste vermeidbare Ursache für eine vorzeitige Geburt ist. Dafür wurde ein spezieller Testhandschuh entwickelt, auf dem sich ein Indikatorstreifen befindet. Wird der Handschuh 2 bis 3 cm tief in die Scheide eingeführt, verändert sich durch den Kontakt mit dem Vaginalsekret die Farbe des Teststreifens. Anhand einer Farbskala können die Schwangeren ablesen, ob der gemessene Wert im Normbereich (zwischen 4,0 und 4,4) liegt. Bei darüber liegenden Werten sollen die Frauen sofort ihren Frauenartz aufsuchen, um gegebenenfalls eine weitere Behandlung einzuleiten.

Das Modellvorhaben wird vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung in Hannover begleitet. Genehmigt wurde es für die Länder Niedersachsen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Thüringen. Dabei sollen jährlich die Geburten von circa 100.000 Frauen ausgewertet werden und somit ein wissenschaftlich relevanter Vergleich zwischen den Frauen, die die Selbstvorsorge nutzen und denen, die nicht am
Projekt teilnehmen, ermöglicht.


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