Gesetzliche Krankenkassen – Tarifvergleich
Private Krankenversicherung

Bundesregierung senkt Beitragssatz auf 14,9 Prozent

Der ermäßigte Beitragssatz für den Gesundheitsfonds liegt bei 14,3 Prozent

Der einheitliche Beitragssatz für die Krankenversicherung liegt seit dem 1. Juli 2009 bei 14,9 Prozent. Der ermäßigte Beitragssatz, den Versicherte ohne Anspruch auf Krankengeld zahlen, beträgt 14,3 Prozent. Darin enthalten sind jeweils 0,9 Beitragsatzpunkte, die von Krankenkassen-Mitgliedern alleine zu tragen sind.

Vertreter von Krankenkassen kritisierten den Beschluss. Die geplanten 167 Milliarden Euro zur Deckung sämtlicher Ausgaben seien für 2009 einfach zu wenig, beteuern die Kassen. «Infolgedessen wäre voraussichtlich auf breiter Front bereits im Startjahr des Gesundheitsfonds eine Belastung der Versicherten mit Zusatzprämien erforderlich», haben ihre Verbände der «sehr geehrten Frau Ministerin» in einem Brief geschrieben. Sie wollen von der Regierung deshalb umgehend ein neues Sparpaket für den Arzneimittel- und Kliniksektor.

Die Politik hat nach Ansicht der Kassen Schuld an den drohenden Zusatzbeiträgen, schließlich wollten die Kassen von Anfang an mehr Beitragssatzpunkte. Die Ministerin hält entgegen, die Kassenmanager wollten es gern intransparent. «Selbstherrlich» wollten sie die Beiträge anheben. In Wahrheit würden die Kassenausgaben «zu 100 Prozent» gedeckt. Mit einem Spargesetz gegen hohe Arzneipreise liebäugelt Schmidt freilich seit einiger Zeit auch selbst.

Die Argumente für den Gesundheitsfonds beschrieb Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt Anfang Oktober: "Ein für alle gesetzlich Versicherten gleicher Beitragssatz ist fair und einfach. Fair, weil die gesetzlichen Leistungen der Krankenversicherung für alle gleich sind, die Beitragssätze sich heute aber bis zu fünf Prozent unterscheiden. Viele Versicherte zahlen bisher hohe Beiträge, weil ihre Kassen viele ältere und kranke Menschen versichern. Der Fonds gleicht dies aus."

 

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