AOK sieht Trendwende beim «Komasaufen»
02.09.2010 17:19
Stuttgart (dpa/lsw) - Mehr als 800 Jugendliche im Südwesten kamen
im ersten Halbjahr wieder mit Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus -
die AOK sieht trotzdem eine Trendwende. Dass die Zuwachsrate beim
«Komasaufen» nicht mehr - wie in den vergangenen Jahren - bei 20
Prozent, sondern nur noch bei 0,5 Prozent lag, sei «auf jeden Fall
ein Hoffnungsschimmer», betonte AOK-Vorstandschef Rolf Hoberg am
Donnerstag in Stuttgart. Zwar seien 835 Jugendliche immer noch 835
zu viel, der deutlich geringere Anstieg zeige aber, «dass die
vielfältigen Maßnahmen zur Suchtprophylaxe der letzten Jahre endlich
Früchte tragen». Sozialministerin Monika Stolz (CDU) sieht noch
keinen Grund zur Entwarnung: «Wir müssen Kinder und Jugendliche stark
machen gegen Gruppenzwang und stark dazu machen, Nein zu sagen.»
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