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Steinmeier-Spende steigert Interesse an Transplantation

02.09.2010 15:28

   Frankfurt/Main (dpa) - Nach der Nierenspende von SPD-Fraktionschef

Frank-Walter Steinmeier hat sich die Anzahl der telefonischen
Anfragen bei der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) fast
vervierfacht. Im August gab es laut DSO etwa 160 bis 200 tägliche
Anrufe mit Fragen zur Organtransplantation. Der Durchschnittswert
habe vorher bei 52 Anrufen pro Tag gelegen. Zusätzlich gibt es
derzeit zwei- bis dreimal so viele E-Mail-Anfragen zu Organspenden.

   Bedeutender als die Lebendspenden sei die Organspende nach dem
Tod, sagte DSO-Sprecherin Birgit Blome, die für den
Organspendeausweis warb. In Deutschland waren im Jahr 2009 von
insgesamt 2772 Nierentransplantationen 600 Lebendspenden (21,6
Prozent). Die Funktionsrate der Organe nach Lebendspenden liegt bei
84,3 Prozent, bei Organen verstorbener Spender sind es etwa 70
Prozent.

Insgesamt belegt Deutschland im europäischen Vergleich bei
toten Organspendern nur einen Platz im Hinterfeld. Beim
europäischen Spitzenreiter Spanien kommen 34 Organspender auf eine
Millionen Einwohner. In Deutschland sind es lediglich 14,9. Konkret
haben im Jahr 2009 bundesweit 1217 Menschen nach ihrem Tod ihre
Organe gespendet. Zu einer Lebendspende von Niere oder Leber
entschlossen sich 660 Menschen. Laut DSO muss vor allem die
Zusammenarbeit mit den Kliniken noch weiter verbessert werden, um
mehr Patienten mit Spenderorganen helfen zu können.

# dpa-Notizblock

## Internet
- [DSO](http://www.dso.de)

## Orte
- [DSO](Deutschherrnufer 52, Frankfurt am Main)



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