Mediziner: Steinmeier soll keine Gewichte heben Gespräch: Folke Mehrtens, dpa
02.09.2010 13:54
Berlin/München (dpa) - Nach Verlassen des Krankenhauses können
Nierenspender wieder radfahren, schwimmen und laufen, sollten aber
auf ruckartige Bewegungen und Streckungen wie beim Gewichtheben oder
Tennis zunächst verzichten. Dies empfiehlt der chirurgische Leiter
für Nierentransplantation und Lebendnierenspende im Klinikum der
Universität München, Manfred Stangl. «Nach einer Nierenspende sollte
der Spender besonders darauf achten, dass er ein bis zwei Liter am
Tag trinkt. Jährliche Nachsorgeuntersuchungen der Nierenfunktion und
auch des Blutdrucks sind Standard», erläuterte Stangl.
Entscheidend für die Entlassung eines Nierenspenders ist, dass die
Wunde verheilt ist und die Leber normal funktioniert. Im Klinikum der
Universität München werden Patienten nach frühestens vier bis fünf
Tagen entlassen. «Die Entlassung von Frank-Walter Steinmeier nach
zehn Tagen ist normal», ordnet Stangl den zeitlichen Rahmen ein. «Wir
empfehlen Empfängern und Spendern eine anschließende Reha-Maßnahme,
die jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen leider nicht bezahlt
wird.»
Er freue sich sehr, dass der SPD-Fraktionschef der erste
prominente Nierenspender in Deutschland sei, sagte Stangl. Es sei zu
hoffen, dass das positive Beispiel vielen Paaren die Angst vor der
Transplantation nehme. «Gerade die Empfänger sorgen sich häufig, dass
dem Spender etwas passieren könnte.» Dabei sei die Entnahme einer
Niere weniger riskant als eine Blinddarm- oder Leistenoperation, wenn
auch wie jeder Eingriff nicht ohne Risiko.
# dpa-Notizblock
## Internet
- [Uni-Klinikum München zu Nierenspende](http://dpaq.de/gMiZW)
## Orte
- [Uni-Klinikum, Campus Großhadern](Marchioninistraße 15, München)






























