Müde Jugendliche essen mehr Fett und süße Snacks
01.09.2010 16:52
New York (dpa) - Jugendliche essen nach Erkenntnis von US-Forscher
ungesünder, wenn sie nicht genug schlafen. Eine fortlaufende Studie
an amerikanischen Teenagern im Alter von 16 bis 19 Jahren verrät,
dass die Knabberei und der Griff zu Fettigem bei Schlafmangel
zunimmt. Damit steige auch ihr Risiko zu Fettleibigkeit und
langfristig zu Herz- und Kreislaufstörungen zu, warnen die Experten.
Betroffen von dem Effekt sind junge Leute, die unter der Woche
weniger als acht Stunden pro Nacht schlafen, berichten US-Forscher im
Fachjournal «Sleep» vom Mittwoch.
Überrascht stellten sie auch fest, dass vor allem Mädchen ihre
Essgewohnheiten ändern, wenn sie wegen der Schularbeiten oder einer
Fernsehsendung länger aufbleiben. Der Grund könnte sein, dass
heranwachsende Frauen mehr zu «emotionalem Essen» neigen als junge
Männer.
Statistisch wirkte sich der Effekt der kürzeren Nächte an den 240
Studienteilnehmern mit einem Plus an Fett-Kalorien von 2,2 Prozent
aus. Das klingt zwar nicht nach viel, könne aber auf Dauer durchaus
zu Fettpölsterchen führen, heißt es im Septemberheft von «Sleep».
Das Journal wird von der Organisation Associated Professional
Sleep Societies LLC herausgegeben. Ihr gehört unter anderen die
Amerikanische Akademie für Schlafmedizin an.
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- [Fachartkel] (SLEEP2020;33:1201-1209)






























