Mehr Amerikaner von Sozialleistungen abhängig
30.08.2010 14:27
Washington (dpa) - Die schwierige Wirtschaftslage in den USA hat
so viele Amerikaner von staatlichen Sozialleistungen abhängig gemacht
wie lange nicht mehr. Mehr als 40 Millionen US-Bürger - also ungefähr
jeder siebte - erhielten mittlerweile Lebensmittelmarken, um sich in
Supermärkten mit Essen und Trinken versorgen zu können, berichtete
die Zeitung «USA Today» (Montag). Das seien 50 Prozent mehr als zu
Beginn der zurückliegenden Rezession im Dezember 2007.
Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosenhilfe habe sich in den
vergangenen drei Jahren sogar auf fast 10 Millionen vervierfacht. In
den USA herrscht derzeit eine historisch hohe Arbeitslosenquote von
mehr als 9 Prozent. Etwa 50 Millionen US-Amerikaner erhielten
staatliche Unterstützung, um zum Arzt gehen zu können, ein Plus von
17 Prozent. Und rund 4,4 Millionen lebten von Sozialhilfe, eine
Zunahme um 18 Prozent seit Ende 2007.
Allein für diese vier Leistungsblöcke gebe der Staat mehr als 500
Milliarden Dollar aus (393 Mrd Euro). Die Zunahme bei der Zahl der
Leistungsempfänger hängt aber nicht allein mit der schwierigen
Wirtschaftslage zusammen, sondern mit Gesetzesänderungen der US-
Regierung, durch die sich mehr Bürger für die staatlichen
Hilfsprogramme qualifizieren.
Die USA wurde Ende 2007 von einer schweren Rezession getroffen -
und die wirtschaftliche Erholung seitdem verläuft langsamer als von
US-Präsident Barack Obama erhofft.
# dpa-Notizblock
## Internet
- [Bericht in der «USA Today»] (http://dpaq.de/6dJLh)
* * * *
Die folgenden Informationen sind nicht zur Veröffentlichung bestimmt
## dpa-Kontakte
- Autor: Marco Mierke, +1 202 6621220, <mierke.marco@dpa.com>
- Redaktion: Günther Chalupa, +49 30 285231302, <politik-
ausland@dpa.com>
dpa mcm xx n1 cha






























