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Babytod in Klinik: Klärung der Todesursache ungewiss

30.08.2010 12:23

   Mainz (dpa) - Die Ursache für den Tod von drei Babys, die in der

Mainzer Uniklinik verseuchte Nährlösung bekamen, wird möglicherweise

nie zweifelsfrei geklärt. Es sei durchaus möglich, dass sich die
Rechtsmediziner auch in ihrem endgültigen Obduktionsergebnis nicht
festlegen könnten, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt von Mainz,
Klaus-Peter Mieth, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Mit den
Gutachten, unter anderem zu mikrobiologischen und toxikologischen
Analysen, rechne er in einigen Wochen. «Üblicherweise dauert so etwas
vier bis sechs Wochen.» Bislang ist unklar, ob die Darmbakterien in
der Nährlösung zum Tod der drei Säuglinge auf der Intensivstation
führten.

Zu der Verkeimung der Lösung kam es nach bisherigen Erkenntnissen
durch eine defekt angelieferte Infusionsflasche mit einer Zutat für
die Nährlösung. Möglicherweise drangen die Bakterien bei der
Produktion oder dem Transport wegen eines Materialfehlers in die
Flasche. Die Uniklinik trifft laut Staatsanwaltschaft demnach keine
Schuld. Zur weiteren Klärung der Ursache seien nun weitere,
aufwendige Untersuchungen nötig, sagte Mieth.

Am 20. August hatten auf der Intensivstation der Uniklinik elf
Kinder die mit Darmbakterien verunreinigte Nährlösung erhalten. Drei
Säuglinge - Frühchen oder durch Herzfehler ohnehin sehr geschwächt -

starben. Nach der vorläufigen Obduktion von zwei der Babys legten
sich die Mediziner nicht auf eine Todesursache fest.

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- [Staatsanwaltschaft](Ernst-Ludwig-Str. 7, 55116 Mainz)



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